
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat am 1. April 2025 in Düsseldorf Förderbescheide im Gesamtvolumen von rund 114 Millionen Euro an nordrhein-westfälische Krankenhäuser übergeben. Diese Fördermittel sind für die Umsetzung des neuen Krankenhausplans in Nordrhein-Westfalen vorgesehen.
Die aktuelle Förderrunde stellt die zweite Tranche aus insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro dar, die während dieser Wahlperiode für die Krankenhäuser bereitgestellt werden. Die Auszahlung der Mittel erfolgt schrittweise bis zum Jahr 2030, wobei diese an den Baufortschritt der jeweiligen Projekte gebunden ist. Bereits Ende 2024 erhielten acht Krankenhäuser Förderbescheide im Gesamtvolumen von circa 409 Millionen Euro.
Geplante Investitionen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung
Die verbleibende Fördersumme von rund 2 Milliarden Euro wird für weitere Strukturveränderungen und Investitionen verwendet. Im Dezember 2024 wurde das erste Krankenhausplanungsverfahren in Deutschland abgeschlossen, das auf Qualitäts- und Erreichbarkeitsvorgaben basiert. Die neuen Regelungen traten am 1. April 2025 in Kraft, mit Übergangsfristen bis zum 31. Dezember 2025 für bestimmte Leistungsgruppen.
Zu den geförderten Maßnahmen gehören:
- Klinikum Lippe in Bad Salzuflen: 17,8 Millionen Euro für den Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie.
- LWL-Klinik Dortmund: 4,1 Millionen Euro für den Neubau einer Akutstation für Kinder- und Jugendpsychiatrie.
- Duisburger Helios Kliniken: 5,4 Millionen Euro für bauliche Maßnahmen zur Neustrukturierung an der St. Anna Klinik.
- GFO Kliniken Mettmann-Süd: 86,7 Millionen Euro für den Erweiterungsbau und Umbau am St. Josefs Krankenhaus Hilden.
- Agaplesion Klinikum Hagen: 82,9 Millionen Euro für Umbau und Erweiterung, einschließlich Notaufnahme und Intensivstationen.
Die Mittel aus dem Krankenhausstrukturfonds setzen sich zu 51 % aus Beiträgen der Krankenkassen und zu 49 % aus Landesmitteln zusammen. Das Ziel des Investitionsprogramms ist eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Nordrhein-Westfalen und die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen, patientengerechten Versorgung.
Zusätzlich äußerte Minister Laumann Dank an die Landesverbände der Krankenkassen für die Zusammenarbeit. Der neue Bundesstrukturfonds zielt ebenfalls darauf ab, die Krankenhausstrukturen in Nordrhein-Westfalen zu verbessern. Diese Mittel sollen dazu beitragen, die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Patientenversorgung zu steigern, wie auf mags.nrw berichtet wird.