Duisburg

Große Razzia in Duisburg: Polizei deckt Sozialbetrug auf!

In Duisburg hat ein massiver Polizeieinsatz am Dienstagmorgen für Aufregung gesorgt. Rund 130 Polizisten stürmten sechs Mehrfamilienhäuser, um einem Verdacht auf Sozialleistungsbetrug nachzugehen. In den betroffenen Häusern sind insgesamt 435 Südosteuropäer gemeldet, die mutmaßlich unrechtmäßig Geld vom Staat kassieren sollen.

Während des Einsatzes wurden die Häuser abgesichert und die Namen auf den Briefkästen mit Meldelisten abgeglichen. In der Operation wurden vier Verdächtige abgeführt, die keine Papiere besitzen oder illegal in Deutschland leben.

Hintergründe des Betrugs

Die Recherchen der Polizei, die durch Erkenntnisse einer Taskforce unterstützt wurden, deckten auf, dass organisierte Gruppen kinderreiche Familien aus Bulgarien und Rumänien nach Deutschland bringen. Den Familien wird ein besseres Leben und die Aussicht auf Arbeit versprochen. Allerdings haben viele der Familienangehörigen keine grundlegenden Bildungskenntnisse, was die Betrugsmaschen der Hintermänner begünstigt.

Nach ihrer Ankunft in Deutschland werden die Familien zu den Ämtern gebracht, wo sie Anträge unterschreiben und Bankkonten eröffnen. Im Anschluss werden sie in Transportern zurück nach Bulgarien geschickt, nachdem ihnen mitgeteilt wurde, dass ihre Anträge abgelehnt wurden. Die Hintermänner kassieren in der Zwischenzeit das Kindergeld, da sie Zugriff auf die Konten der Familien haben.

Die Thematik des Sozialbetrugs und der Ausbeutung von Südosteuropäern zieht sich durch Deutschland, während viele Betroffene über Scheinfirmen als Geringverdiener angemeldet sind. Diese Personen müssen unter prekären Bedingungen schwarz arbeiten und erhalten nur minimale Beträge, während die Hintermänner die Hauptprofite aus den Sozialleistungen ziehen, wie radioduisburg.de berichtet.

Ein weiterer Bericht von focus.de mit zusätzlichen Informationen erläutert, dass in Plovdiv, Bulgarien, sogar Kioske existieren, die gegen Bezahlung bereits ausgefüllte Anträge für deutsche Ämter anbieten.