
In Hattingen kam es erneut zu einem bedenklichen Vorfall von Bankkartenbetrug, der sich gegen einen 84-jährigen Mann richtete. Laut Informationen von Radio Ennepe Ruhr erhielt das Opfer einen Anruf von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter. Der Anrufer behauptete, es gäbe unrechtmäßige Abbuchungen von seinem Konto, und kündigte an, dass ein Bankmitarbeiter vorbeikommen würde, um die Karte zu sperren. In der Folge übergab der alte Mann seine Bankkarte sowie die PIN-Nummer an einen jungen Mann, der sich als dieser Mitarbeiter ausgab.
Das Opfer wurde jedoch misstrauisch und kontaktierte seine Tochter, die ihn über den Betrug aufklärte. Diese Masche ist nicht neu; bereits in der vergangenen Woche wurde eine 96-jährige Hattingerin mit ähnlichen Methoden um ihre Bankdaten gebracht.
Steigende Betrugsfälle bei Senioren
Das Problem des Betrugs an älteren Menschen nimmt besorgniserregende Ausmaße an. Eine Analyse von VPNRanks zeigt, dass die Anzahl der Betrugsfälle unter Seniorinnen und Senioren im Jahr 2023 um 14 % gestiegen ist, während die finanziellen Verluste um 11 % anstiegen. Im Zeitraum von Januar bis Mai 2024 betrugen die Verluste alarmierende 1,6 Milliarden Dollar, was fast 300 Millionen Dollar mehr ist als im Vorjahr.
Im Jahr 2023 berichteten über 101.000 Personen im Alter von 60 Jahren und älter von Betrugsfällen, mit einem durchschnittlichen Verlust von 33.915 Dollar pro Opfer. Besonders auffällig ist der Anstieg von Tech-Support-Betrug, der mit fast 18.000 Opfern die häufigste Betrugsart darstellt. Experten betonen die Notwendigkeit von stärkerem Bewusstsein und präventiven Maßnahmen, um die wachsenden Risiken für diese verletzliche Bevölkerungsgruppe zu minimieren.