
In der südostukrainischen Stadt Krywyj Rih hat ein russischer Raketenschlag am Donnerstag mindestens 14 Menschenleben gefordert, darunter sechs Kinder. Über 50 weitere Personen wurden verletzt, während die Zerstörungen in der Stadt erheblich sind. Laut Berichten hat der Angriff, bei dem ballistische Raketen eingesetzt wurden, eine belebte Straße und Wohnhäuser ins Visier genommen. Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich zum Vorfall und betonte, dass dieser Angriff zeige, dass Russland keine Feuerpause beabsichtige. Er forderte ein verstärktes Handeln der internationalen Gemeinschaft, insbesondere von Amerika und Europa, um den Druck auf Russland zu erhöhen.
Durch den Raketenschlag haben Feuer in mehreren Autos und Garagen gewütet, und mehrstöckige Wohnhäuser wurden stark beschädigt. Die Einsatzkräfte sind weiterhin vor Ort und arbeiten daran, die Auswirkungen des Angriffs zu bewältigen. Es wird erwartet, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte. Krywyj Rih befindet sich gut 70 Kilometer entfernt von der aktuellen Frontlinie, und die Ukraine wehrt sich seit über drei Jahren gegen die russische Invasion.
Reaktionen und weitere Entwicklungen
Zudem äußerte Selenskyj, dass Russland noch über genügend Raketen verfüge, um mehrere größere Angriffe durchführen zu können. Der Bundesjustizminister Marco Buschmann ließ verlauten, dass mögliche Ermittlungen gegen Wladimir Putin wegen gezielter Zerstörung der ukrainischen Infrastruktur in Betracht gezogen werden könnten. Er wies darauf hin, dass das Aussetzen von Menschen bei extremen Temperaturen als Verbrechen gegen die Menschlichkeit gewertet werden könnte.
Zusätzlich hat die Europäische Union ein neues Sanktionspaket gegen Russland beschlossen, das 141 Personen und 49 Einrichtungen betrifft. In Moldawien werden sechs Fernsehanstalten wegen fehlerhafter Berichterstattung über den Krieg in der Ukraine für den Rest des Jahres gesperrt, was die angespannte Situation weiter verdeutlicht.