Hagen

Erster Streik der Bühnengewerkschaft: Ein Meilenstein für bessere Bedingungen!

Die Gewerkschaft der Bühnenarbeiter (GDBA) hat am 19. März 2025 einen bedeutenden Schritt unternommen und zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen Streik ausgerufen. Der Streik betrifft mehr als 100 deutsche Bühnen und zielt darauf ab, bessere Arbeitsbedingungen für die Bühnenarbeiterinnen und -arbeiter zu fordern. Die Gewerkschaft verlangt unter anderem die Einführung von Vorab-Wochenplänen, Ausgleich für Zeit, die für das Erlernen von Texten benötigt wird, sowie längere Verträge.

In einem Kontext, in dem Streikmaßnahmen in der künstlerischen Branche bisher selten und meist lokal begrenzt waren, stellt dieser bundesweite Streik eine bedeutende Wende dar. Laut [gdba.de](https://www.gdba.de/streik/) ist der Streik ein gewerkschaftliches Mittel im Arbeitskampfrecht, das genutzt wird, um den Druck auf Arbeitgeber zu erhöhen. In der Vergangenheit gab es zwar vereinzelt Warnstreiks, doch der letzte bundesweite Streik der GDBA und des Verbandes deutscher Orchestermusiker (VdO) fand bereits im Jahr 2015 statt.

Details zum Streik

Die aktuellen Forderungen der GDBA sind das Ergebnis einer langen Auseinandersetzung um die Arbeitsbedingungen in der Theaterlandschaft. Die Gewerkschaft hat den NV Bühne zum 31. Dezember 2024 gekündigt und plant, nach Auslaufen des Tarifvertrags im Januar 2025 Streiks zu organisieren. Während der Laufzeit des aktuellen Tarifvertrags besteht eine Friedenspflicht.

Die GDBA, die zuletzt 2023 zu Solidaritätsstreiks mit ver.di aufgerufen hat, unterstützt deren Forderungen und Tarifverhandlungen, um die Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten in dieser Branche zu verbessern. Die aktuellen Streikaufrufe und Informationen dazu werden auf der Webseite der GDBA in FAQs behandelt, und die Streikordnung ist sowohl in Deutsch als auch in Englisch verfügbar.