Hamm

Verkehrschaos vor der Josefschule: Eltern fordern dringend Lösungen!

In Hamm-Heessen sorgt ein anhaltendes Verkehrsproblem während der Hol- und Bringzeiten an der Josefschule für Diskussionen. Eltern fahren in die Hardinghausstraße, um ihre Kinder abzusetzen, was zu einem hohen Fahrzeugaufkommen führt und damit ein Chaos sowie Gefahren für die Sicherheit der Kinder verursacht. Laut den Beobachtungen wurden an geschäftigen Zeiten bis zu 50 Autos gezählt, was sowohl die Feuerwehrzufahrt blockiert als auch Anwohnerparkplätze in Mitleidenschaft zieht.

Obwohl Selda Izci, Vertreterin des BSW, und Friedel Moor von den Grünen auf die Problematik aufmerksam gemacht haben, lehnt die Stadt Hamm einen Antrag auf eine zeitlich begrenzte Straßensperrung ab. Izci äußerte ihre Unzufriedenheit mit der Antwort der Stadtverwaltung und schlägt vor, einen Schlagbaum einzurichten, um das Befahren der Straße während der Stoßzeiten zu verhindern. Die Stadtverwaltung erklärte daraufhin, dass eine Schranke eine Sperrung des öffentlichen Verkehrsraums darstellen würde und nur nach Prüfung anderer Möglichkeiten in Betracht gezogen werden kann.

Neue Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssicherheit

Zusätzlich zu den bisherigen Bemühungen gab es Vorschläge, die Hardinghausstraße temporär in eine Schulstraße umzuwandeln, um den motorisierten Verkehr zu bestimmten Zeiten zu verbieten. Diese Idee könnte möglicherweise die Verkehrssituation an der Schule erheblich verbessern. Die Antwort auf diesen Vorschlag steht jedoch noch aus.

Parallel dazu wird von einem Aktionsbündnis ein Rechtsgutachten zu Schulstraßen veröffentlicht. Wie auf der Webseite von „Zu Fuss zur Schule“ berichtet wird, zeigen die Ergebnisse des Gutachtens, dass Kommunen Schulstraßen temporär oder dauerhaft einrichten können. Diese Maßnahmen sollen die Verkehrssicherheit für Kinder erhöhen und das Bewusstsein für Schulstraßen schärfen. Ferner fordert das Bündnis eine rechtliche Verankerung von Schulstraßen sowie eine Reform der Regelungen zur Nachweisführung bezüglich Gefahrenlagen.

Das Gutachten wurde von Dr. Olaf Dilling erstellt und fordert, dass das Bundesverkehrsministerium den Prozess zur Etablierung von Schulstraßen in der laufenden Legislaturperiode fortführt. Die Implementierung solcher Schulstraßen könnte auch im Rahmen von Pilotprojekten in anderen Städten wie Köln, Berlin, und Bonn vorangetrieben werden, um nachhaltige Lösungen im Bereich der Verkehrssicherheit im Umfeld von Schulen und Kitas zu finden.