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Zukunft des Handwerks: Gesellen feierlich losgesprochen in Uedem!

Am 3. April 2025 wurde im Bürgerhaus Uedem die Lossprechungsfeier der Innung Sanitär-Heizung-Klima Kreis Kleve gefeiert. Redner betonten die zentrale Rolle, die gut ausgebildete Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) zur Erreichung der Energiewende und Klimaneutralität bis 2045 spielen. Michael Janßen, Obermeister der Innung, hob die erfreuliche Zahl von 36 Gesellen hervor, die ihre Gesellenprüfung im Sommer 2024 und Winter 2024/2025 erfolgreich absolvierten.

Während der Veranstaltung wurde auch auf ein geplantes Infrastrukturpaket in Höhe von 500 Milliarden Euro eingegangen, das von einer möglichen CDU-SPD-Koalition zur energetischen Sanierung von Gebäuden ausgearbeitet wird. Uedems Bürgermeister Rainer Weber forderte in seiner Ansprache eine bessere Unterstützung der Politik für diesen Beruf, der gesellschaftlich und wirtschaftlich von großer Bedeutung sei. Lehrlingswart Gerhard Giesen sprach über den technischen Wandel im SHK-Bereich und die Notwendigkeit ständiger Weiterbildung.

Auszeichnung der besten Gesellen

Die Lossprechung wurde durch Achim Smets, Vorsitzender der Prüfungskommission, vollzogen, der den Junggesellen ihre Gesellenbriefe und Werkzeugkoffer überreichte. Felix Janßen, der als Innungsbester hervorging, kündigte an, den Meister in Vollzeit anstreben zu wollen. Sein Kollege Jakob Rosen, der den zweiten Platz belegte, plant, den Techniker in Teilzeit zu machen. Der Drittbeste, Benjamin Rösl, ist bereits im Kundendienst tätig und schätzt die Möglichkeit, anderen zu helfen.

Eine Liste der neuen Gesellen wurde ebenfalls veröffentlicht, darunter Ahmed Ibrahim (Molderings Haustechnik Kerken), Alan Zabek (Team Unkrig Emmerich) und viele weitere.

Parallel zu den Jubilaren am Tag der Lossprechung berichtete [tagesschau.de], dass der Fachkräftemangel im Bereich Anlagenmechanik einen erheblichen Einfluss auf die Branche hat. Etwa 36,5 % der Lehrlinge brechen ihre Ausbildung ab, was durch Überforderung und persönliche Differenzen verursacht wird. Trotz einer hohen Bestehensquote von 84,9 % der Prüflinge wird ein zusätzlicher Fachkräftebedarf von 60.000 bis 2030 prognostiziert.

Um diesem Mangel entgegenzuwirken, wurde die Ausbildungsinitiative „Zeit zu starten“ ins Leben gerufen, die darauf abzielt, junge Menschen für das Handwerk zu gewinnen. Der Einbau von Wärmepumpen, die zentral für die Energiewende sind, erfordert zusätzliche Fachkräfte, und die Branchenvertreter sehen sich großen Herausforderungen gegenüber.