Olpe

Olpe im Bauchaos: Bürgerhaus-Pläne drohen zu scheitern!

Die Pläne für das Bürgerhaus in Olpe stehen vor dem Aus. Bürgermeister Peter Weber und die Stadt Olpe haben in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass die Kosten für das Projekt auf 49 Millionen Euro angestiegen sind, obwohl Einsparpotentiale bei 42 Millionen Euro bestehen. Ohne das geplante Museum würde eine abgespeckte Variante laut aktuellen Berechnungen noch 35 Millionen Euro kosten.

Die Stimmung hat sich gewandelt; auch der CDU-Bürgermeister sieht die Situation kritisch. Weber plant, dem Ausschuss Umwelt, Planen, Bauen und der Stadtverordnetenversammlung vorzuschlagen, die Planungen für das Bürgerhaus einzustellen. In vorherigen Sitzungen wurden verschiedene Alternativen diskutiert, jedoch als unrealistisch oder wirtschaftlich nicht vertretbar erachtet.

Kostensteigerungen und neue Lösungsansätze

Die steigenden Baukosten stellen eine große finanzielle Belastung für die Stadt dar. Weber betont die Notwendigkeit, konstruktive und realistische Lösungen zu finden. Ein neuer Ansatz könnte die Nutzung des Kreishauses in Olpe beinhalten, nachdem der Fachdienst „Brand- und Bevölkerungsschutz, Rettungsdienst“ nach Fertigstellung des Gefahrenabwehrzentrums umziehen wird, wodurch Platz im Kreishaus frei wird. Die Stadtverwaltung plant, Abteilungen ohne direkten Bürgerkontakt in diesem Gebäude anzusiedeln.

Eine Sanierung und Umgestaltung des ältesten Gebäudeteils des Kreishauses wird für notwendig erachtet. Das neue Arbeitsplatz-Konzept „Smart Work“ soll ebenfalls berücksichtigt werden. Der große Sitzungssaal des Kreises könnte als neuer Ratssaal genutzt werden, während am alten Olper Bahnhof Verwaltungsbereiche mit häufigem Bürgerkontakt, wie das Bürgerbüro und die Stadtbücherei, angesiedelt werden sollen. Geplant ist zudem ein Anbau am alten Bahnhof.

Weber sieht Vorteile in der Nutzung bestehender Gebäude, um hohe Neubaukosten zu vermeiden und die städtebauliche Entwicklung zu erhalten. Der Ausschuss Umwelt, Planen, Bauen wird am 27. März über die Einstellung der bisherigen Planungen beraten, und die endgültige Entscheidung soll am 2. April getroffen werden. Die Verwaltung wird das neue Konzept in Abstimmung mit dem Kreis Olpe weiter ausarbeiten.

Laut weiteren Informationen hat die Stadt Olpe in den letzten Jahren mit steigenden Baukosten zu kämpfen. Die Kosten für den geplanten Rathaus-Neubau sind seit Beginn der Planungen gestiegen. Die neueste Kostenschätzung liegt bei rund 33,3 Millionen Euro, wobei die Prognose für Gesamtkosten bis zum vierten Quartal 2025 etwa 35,9 Millionen Euro beträgt. Vor dreieinhalb Jahren wurde ein Kostenrahmen von rund 25,5 Millionen Euro für das Bürgerhaus angegeben, der nun um über zehn Millionen Euro überschritten wird, wie LokalPlus berichtete.