Remscheid

Verfolgungsjagd in Remscheid: Drogenfahrer gibt nicht auf!

Am 2. April um circa 14 Uhr kam es in Remscheid-Süd zu einer halsbrecherischen Verfolgungsfahrt, die von der Polizei verfolgt wurde. Das Ereignis nahm seinen Anfang, als die Streifenwagenbesatzung ein Fahrzeug, einen Opel Corsa, in der Lenneper Straße kontrollieren wollte. Der 20-jährige Fahrer des Fahrzeugs reagierte jedoch nicht auf das Anhaltezeichen und flüchtete mit erhöhter Geschwindigkeit in Richtung Zentralpunkt. Während der Verfolgung nutzte er die Fahrspuren des Gegenverkehrs und bog in die Intzestraße ab, wo er beinahe mit einem blauen Transporter kollidierte.

In der Augustastraße musste ein vorrangberechtigter SUV stark abbremsen, um eine Kollision zu vermeiden. Die Verfolgungsfahrt endete schließlich, als der Fahrer des Opel Corsa in der Intzestraße anhielt und zusammen mit seinem 22-jährigen Beifahrer versuchte, zu Fuß zu fliehen. Beide Männer wurden jedoch nach einer kurzen Fahndung von der Polizei gefasst. Laut Ermittlungen war der 20-Jährige nicht nur ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs, sondern auch unter Drogeneinfluss. Ein Bluttest wurde durchgeführt, und der Opel Corsa, der keinen Versicherungsschutz hatte, wurde von der Polizei sichergestellt. Die Polizei bittet in diesem Zusammenhang Zeugen, insbesondere die gefährdeten Verkehrsteilnehmer, sich unter der Telefonnummer 0202 284-0 zu melden.

Drogenkonsum und Verkehrssicherheit

In einer umfassenden Analyse zu den Folgen von Drogen am Steuer erläutert [Kanzlei Wehner](https://www.kanzleiwehner.de/blog/fuehrerscheinentzug-wegen-drogen-welche-sanktionen-drohen/) die Unterschiede zwischen einem Führerscheinentzug und einem Fahrverbot. Während ein Fahrverbot in der Regel einen Zeitraum von 1 bis 3 Monaten umfasst, wird der Führerschein beim Entzug ungültig, wobei eine Sperrfrist von mindestens 6 Monaten besteht. Zudem muss ein neuer Antrag gestellt werden, jedoch ist keine erneute Fahrprüfung nötig. Es wird darauf hingewiesen, dass klare Grenzwerte für Alkohol und Cannabis existieren, jedoch nicht für andere Drogen. Die Bewertung der Fahrtüchtigkeit geschieht individuell und erfordert den Nachweis von Fahrfehlern.

Für den Konsum harter Drogen wie Kokain oder Heroin gilt strenger: Der Entzug der Fahrerlaubnis kann selbst bei minimalen Werten im Blut vollzogen werden. Die Regelungen sind insbesondere für Fahranfänger rigoros, da wiederholte Verstöße zu einem Führerscheinentzug führen können. Zusammengefasst führen Drogen am Steuer nicht nur zu einem Fahrverbot, sondern auch zum Entzug der Fahrerlaubnis, was erhebliche rechtliche Konsequenzen mit sich bringen kann.