
Der Rhein-Kreis Neuss feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen und macht dies auch durch seinen Rettungsdienst sichtbar. Der Kreis ist als Träger des Rettungsdienstes aktiv und betreibt insgesamt sieben Rettungswachen, die eine schnelle Hilfe im Notfall gewährleisten. Diese befinden sich in verschiedenen Städten der Region: zwei Rettungswachen in Grevenbroich (betreut durch das Deutsche Rote Kreuz), zwei in Meerbusch (geführt von der Johanniter-Unfall-Hilfe) sowie jeweils eine in Jüchen und Rommerskirchen (beide betreut durch den Malteser Hilfsdienst) und eine in Korschenbroich (DRK Neuss).
Zusätzlich werden sieben weitere Rettungswachen in Neuss und Dormagen betrieben. Die Planung und der Bedarf an Rettungswachen sind im Bedarfsplan für den Regelrettungsdienst festgehalten: Unter anderem sind vier Rettungswachen in Neuss und Kaarst sowie zwei in Dormagen, Grevenbroich und Meerbusch eingeplant. Die Stadt Neuss selbst betreibt vier Rettungswachen in Kooperation mit DRK, Johanniter und Maltesern, während die Stadt Dormagen zwei Rettungswachen mit eigenen Feuerwehrkräften sicherstellt.
Notarztdienste und gesetzliche Vorgaben
Der Notarztdienst ist an fünf Standorten gewährleistet: in Grevenbroich, Meerbusch, im Johanna Etienne Krankenhaus, im Lukaskrankenhaus sowie in der Stadt Dormagen. Die gesetzlichen Vorgaben zur Hilfsfrist sehen vor, dass in städtischen Gebieten ein Notarzt innerhalb von acht Minuten vor Ort sein soll, während in ländlichen Gebieten eine Frist von zwölf Minuten besteht. Zudem sollen 90 Prozent der Notfalleinsätze diese Vorgaben einhalten.
Seit 2016 wurden neue Wachstandorte in Rommerskirchen und Kaarst eröffnet, und ein weiterer Standort im Neusser Süden ist derzeit in Planung. Um die Rettungswagen zu entlasten, wird zudem eine Pilotphase für Notfall-Krankentransportwagen initiiert. Die Ausbildung von Notfall- und Rettungssanitätern erfolgt in Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen, sowie ein jährliches Rettungsdienst-Symposium zur Fort- und Weiterbildung. Ein „Gemeinsames Kompendium Rettungsdienst“ wird von 32 Kreisen in Nordrhein-Westfalen genutzt.
Zur Verbesserung der Patientensicherheit wird eine elektronische Einsatzdokumentation eingeführt. Dr. Martin Stiller unterstrich die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen im Rettungsdienst. Die wichtigsten Standorte der Rettungswachen im Rhein-Kreis Neuss sind unter anderem die Grevenbroich Stadtmitte an der Florianstraße, die Rommerskirchen an der Landstraße 63 sowie die Korschenbroich an der An der Sandkuhle 5.
Die Serie „50 Jahre – 50 Orte“ stellt wöchentlich verschiedene Orte des Kreises vor, um die Vielfalt und die Entwicklung der Region zu würdigen.