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Özdemir will USA-Forscher nach Deutschland holen – Ein neuer Forschungs-Horizont!

Der Bundesbildungsminister Cem Özdemir (Grüne) hat in einem aktuellen Vorstoß angekündigt, Spitzenforscher aus den USA nach Deutschland zu holen. Özdemir betont, dass es notwendig sei, Solidarität zu zeigen und Möglichkeiten für Wissenschaftler zu schaffen, die in den Vereinigten Staaten eingeschränkt sind. In der Diskussion mit führenden Vertretern deutscher Wissenschaftseinrichtungen wurden Strategien besprochen, um diese Gelegenheit zu nutzen, falls die USA ihre besten Wissenschaftler verprellen sollten.

Özdemir bezeichnete das Konzept der „brain circulation“ als entscheidend, um den Austausch von Talenten auf Augenhöhe zu fördern. Deutschland gilt nach den USA als das zweitwichtigste Zielland für internationale Wissenschaftler. Um die Attraktivität des Forschungsstandorts Deutschland zu steigern, fordert Özdemir weniger Bürokratie, mehr Risikokapital für Gründer sowie eine verbesserte Standortpolitik für ausländische Wissenschaftler und deren Familien, wie unternehmen-heute.de berichtete.

Geschichte des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung

Das „Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung“ (KWI) in Berlin wurde 1914 gegründet und ist eines der ältesten Institute der „Kaiser Wilhelm Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft“, die 1911 ins Leben gerufen wurde. Es basierte auf der Neurologischen Zentralstation, einem privaten Forschungsinstitut, das 1898 von Oskar Vogt und seiner Frau Cécile Vogt-Mugnier gegründet wurde.

Korbinian Brodmann war von 1901 bis 1910 Mitarbeiter am Institut und entwickelte hier 1909 die cytoarchitektonische Klassifikation der kortikalen Bereiche. In den 1920er Jahren forschte Oskar Vogt im Bereich der kortikalen Cytoarchitektonik und Myeloarchitektonik. Nach Lenins Tod im Jahr 1924 wurde dessen Gehirn zur Untersuchung konserviert, und 1926 wurde Vogt von der sowjetischen Regierung rekrutiert, um dieses histologisch zu analysieren. Vogt war daraufhin zwischen 1926 und 1930 mehrfach in Moskau tätig, um die entsprechenden Studien zu betreuen.

Der Bau eines neuen Gebäudes für das KWI verzögerte sich durch den Ersten Weltkrieg und wurde schließlich 1931 unter der Leitung von Oskar Vogt eingeweiht. Das KWI war zu dieser Zeit das größte und modernste Gehirnforschungsinstitut. Nach kritischen Äußerungen zum Nationalsozialismus wurde Oskar Vogt 1937 in den Ruhestand versetzt, und seine Nachfolger führten die Forschungsarbeiten fort, während das KWI im Laufe der Jahre mehrere Umstrukturierungen und Namensänderungen erlebte. 1948 wurde die Max-Planck-Gesellschaft gegründet, die das KWI ablöste, wie Wikipedia darlegt.