Bernkastel-Wittlich

Lebensfreude verloren? Mälzer und Dietz bringen neuen Schwung ins Heim!

In einem Pflegeheim in Bernkastel-Kues, das nun Caritashaus Herbstresidenz heißt, haben Tim Mälzer und André Dietz ein Projekt ins Leben gerufen, um das Leben der dort lebenden Senioren zu verbessern. Mälzer, der sich einen Einblick in den Alltag des Altenzentrums verschaffte, empfindet die Atmosphäre beim Einzug als bedrückend und erinnert an eine Krankenhausumgebung. Trotz dieser ersten Eindrücke fand er im Laufe des Tages Anschluss an die Senioren und entwickelte ein positives Gefühl für die Interaktion.

Doch die Rückmeldungen der Bewohner waren deutlich ernster. Viele Senioren äußerten sich bitter über ihren Alltag im Pflegeheim. Eine Seniorin bemerkte: „Die besten Jahre sind jetzt vorbei. Und die schlimmen Jahre, die kommen jetzt.“ Andere beschreiben ihre Situation als „Konzentration von Elend“ und erklären, dass sie auf ihren letzten Tag warten. Eine Bewohnerin drückt ihre Sorge aus, mit 74 Jahren nicht 20 Jahre im Heim bleiben zu wollen. Mälzer erkennt, dass es in der Pflege dringend Veränderungen benötigt, und äußert seine eigene Sorge über ein Leben ohne Aufgabe.

Projekt zur Verbesserung des Pflegealltags

Das neu initiierte Projekt sieht vor, dass junge Menschen mit Behinderung die Senioren im Alltag begleiten. Dies hat zum Ziel, mehr Lebensfreude in den Alltag der Senioren zu bringen und gleichzeitig den jungen Menschen eine Chance im Berufsleben zu geben. Mälzer und Dietz starten außerdem einen Ausbildungsweg für zehn Personen mit kognitiven Beeinträchtigungen in der Altenpflege, um dem Alltag der Heimbewohner positiv zu verändern.

Die erste Folge dieser neuen Serie „Herbstresidenz“ wurde bereits ausgestrahlt, und drei weitere Folgen werden mittwochs um 20:15 Uhr auf Vox ausgestrahlt. Wie Volksfreund berichtete, gibt es anfängliche Vorbehalte der Senioren gegenüber dem Projekt, was die Akzeptanz herausfordert.

Mälzers Engagement wird auch von persönlichen Erfahrungen getrieben, besonders nach dem Tod seines Vaters, da er sich Gedanken darüber macht, wie seine Mutter in Zukunft versorgt werden kann, wie Vox festhält.