
Layla Khalil, eine in der Pfalz lebende Ärztin mit alawitischen Wurzeln, sorgt sich zutiefst um ihre Familie in Syrien. In der Stadt Jableh, die in der Provinz Latakia liegt, patrouillieren Milizen und die unsichere Lage hat bei Khalil und ihrer Familie große Angst ausgelöst. Seit Anfang März sind die Angriffe auf die Bevölkerung Syriens vermehrt, wodurch Khalil schmerzhafte Tage erlebt, da sie um das Wohlergehen ihrer Angehörigen und Freunde bangt. Während die Gewalt in Syrien anwächst, berichtet [rheinpfalz.de](https://www.rheinpfalz.de/lokal/donnersbergkreis_artikel,-wer-nicht-fl%C3%BCchtet-wird-ermordet-alawitin-aus-der-pfalz-berichtet-von-massakern-in-syrien-_arid,5756778.html) über die besorgniserregende Situation vor Ort.
Die Gewalt hat zur Flucht Hunderter Menschen aus ihren Häusern in den Küstenprovinzen Latakia und Tartus geführt, die als Hochburgen der ehemaligen Unterstützung für den Präsidenten Bashar al-Assad gelten. Berichte über Plünderungen und Massentötungen, auch von Kindern, zeugen von der gravierenden humanitären Krise. In der Stadt Banias wurden zahlreiche Leichen im überwiegend alawitischen Viertel Hai Al Kusour entdeckt. Laut dem [BBC](https://www.bbc.com/news/articles/cx20p0pj931o) wurden von der Syrian Observatory for Human Rights über 740 zivile Todesopfer in den Regionen Latakia, Jableh und Banias dokumentiert, während die Ankunft der syrischen Armee die Lage in Banias stabilisierte und sichere Korridore für Familien schuf.
Aktuelle Entwicklungen in Syrien
Die Situation bleibt angespannt, da es zu Rachemorden und gewalttätigen Übergriffen gegen die Alawiten, die etwa 10 % der syrischen Bevölkerung ausmachen, kommt. Der interimistische syrische Führer appellierte an die Einheit, während Berichte über eine neue Rebellion gegen die Regierung bekannt wurden. Ghiath Dallah, ein ehemaliger Brigadegeneral, kündigte an, dass ehemalige Sicherheitsbeamte der Assad-Regierung eine Widerstandsgruppe in den Bergen bilden werden. In Damaskus demonstrieren viele Menschen gegen die aktuelle Gewalt und die Mehrheit der Sunniten leidet weiterhin unter den Folgen des Assad-Regimes, was den sektiererischen Hass auf die Alawiten verstärkt hat.
Die Herausforderungen für den interimistischen Präsidenten Ahmad al-Sharaa sind groß. Er muss die Sicherheit gewährleisten und gleichzeitig Gerechtigkeit für die Verbrechen des Assad-Regimes verfolgen, während Forderungen nach einem Ende der Präsenz ausländischer Kämpfer und einer neuen Verfassung, die die Rechte aller Syrer schützt, laut werden.