
Im Kreis Kusel sind Störche nach ihrem Rückflug aus dem Süden in Herschweiler-Pettersheim zurückgekehrt. Das Nest des dortigen Storchenpaares war zuvor entfernt worden, da es auf einem Strommast als gefährlich eingestuft wurde. Nachbarn, darunter Petra und Helmut Göddel, sahen das zurückgekehrte Storchenmännchen, das vergeblich nach seinem Nest suchte.
Ein vom Obst- und Gartenbauverein errichtetes Ersatz-Nest in einem Baum wurde von den Störchen nicht angenommen. In Reaktion darauf beschlossen die Göddels, ein neues Nest zu bauen und mobilisierten ihre Familie, um bei der Aktion zu helfen. Das neue Nest aus einer Holzpalette, einem Weidenkorb und Zweigen wurde in der Nähe des ursprünglichen Standorts errichtet.
Erfolgreiche Nestannahme
Die Störche nahmen das selbstgebaute Nest sofort an. Das Storchenmännchen und später auch das Storchenweibchen fanden schnell ihren Platz darin. Die Nachbarschaft in Herschweiler-Pettersheim zeigt sich erfreut über die Rückkehr der Störche, besonders die Enkelkinder der Göddels, die regelmäßig die Vögel beobachten.
Doch die Problematik rund um die Storchenpopulation bleibt. Wie die Rheinpfalz berichtete, hat die Pfalzwerke Netz AG im Kreis Kusel drei Storchennester entfernt, die auf Strommasten gebaut waren. Tierschützer warnen vor den drastischen Folgen dieser Maßnahmen, während der Netzbetreiber die Entfernung der Nester als alternativlos verteidigt.