
Die Hella-Gruppe plant, ihren Betrieb der Tochtergesellschaft FWB Kunststofftechnik in Pirmasens bis Ende 2026 einzustellen. Diese Entscheidung betrifft insgesamt 132 Beschäftigte, wie [KunststoffWeb](https://www.kunststoffweb.de/branchen-news/hella_tochtereinheit_fwb_kunststofftechnik_vor_dem_aus_t257684) berichtete. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, dass die europäische Automobilindustrie deutlich weniger Fahrzeuge produziert als ursprünglich erwartet, was zu geringen Auslastungsraten und höheren Produktionskosten geführt hat. Prognosen zufolge wird eine mittelfristige Erholung des Marktes ausbleiben.
FWB Kunststofftechnik, das 2020 von Hella übernommen wurde, fertigt hauptsächlich Spritzgießkomponenten für die Automobilindustrie. Lediglich 5 Prozent der Produktion werden an andere Kundenbereiche geliefert. Die Schließung kommt in einer Zeit, in der die Nachfrage in der Branche stark zurückgegangen ist, und eine schnelle Erholung nicht in Sicht ist.
Geplante Schließung
Wie [bw24](https://www.bw24.de/wirtschaft/jahren-schliessen-traditionsunternehmen-aus-rheinland-pfalz-muss-nach-ueber-45-93646804.html) ergänzend berichtete, wird die Produktion von FWB Kunststofftechnik bis Mitte Juni 2026 eingestellt, während die vollständige Schließung bis Ende 2026 geplant ist. Obwohl über 130 Mitarbeiter betroffen sind, gibt es eine Schonfrist bis zur endgültigen Schließung. In diesem Jahr sind derzeit keine Kündigungen vorgesehen, jedoch können diese nicht vollständig ausgeschlossen werden. Zudem hat das Unternehmen bereits 50 Mitarbeiter aufgrund der Krisensituation abgebaut.
Die drastischen Veränderungen sind auch auf steigende Kosten für Energie und Rohstoffe zurückzuführen, die im Schnitt um 16 Prozent gestiegen sind, was nicht mehr kompensierbar ist. Mit der Schließung von FWB Kunststofftechnik verliert Pirmasens zudem seinen größten industriellen Arbeitgeber, der 1980 gegründet wurde und seit 2001 am Standort in Pirmasens tätig ist.