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Stromautobahn SuedOstLink: Genehmigung für Bau in Mitteldeutschland!

Der Bau der Stromautobahn SuedOstLink in Mitteldeutschland kann jetzt offiziell beginnen. 50Hertz hat bekannt gegeben, dass die Bundesnetzagentur den letzten Planfeststellungsbeschluss erteilt hat. Diese Genehmigung umfasst einen Abschnitt von rund 88 Kilometern, der durch den Landkreis Börde und den Salzlandkreis verläuft. Insgesamt erstreckt sich die Trasse des SuedOstLink über 270 Kilometer und transportiert Windenergie aus dem Norden in den Süden Deutschlands.

Der Endpunkt der Verbindung ist der Standort Isar bei Landshut in Bayern. Der SuedOstLink wird in der Lage sein, Strom von ungefähr 1.400 Windkraftanlagen zu Verbrauchszentren im Süden zu bringen. Für die nördliche Hälfte des Projekts, das die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen betrifft, zeichnet sich 50Hertz verantwortlich. Die Inbetriebnahme des Stroms ist für das Jahr 2027 vorgesehen.

Weitere Entwicklungen zu SuedOstLink

Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, stellte 50Hertz zudem Pläne für die Stromtrasse in Gera vor. Einreichungen der Unterlagen bei der Bundesnetzagentur sollen Ende der kommenden Woche erfolgen. Die gesamte Länge der Trasse beträgt etwa 540 Kilometer, beginnend in Wolmirstedt (Sachsen-Anhalt) und ebenfalls nach Isar (Bayern) führend.

Zusätzlich ist ein weiteres Vorhaben in Planung, das Strom aus Klein Rogahn (Schwerin) ebenfalls über den Südostlink nach Süden führen wird. Beide Leitungen sollen gemeinsam eine Kapazität von etwa 4.000 Megawatt übertragen, was der Leistung von rund 1.400 Windkraftanlagen entspricht. Die Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragung wird als zentrales Projekt der Energiewende angesehen, da sie sich für lange Transportwege mit minimalen Verlusten eignet.

Die Verlegung der Stromkabel erfolgt ausschließlich unterirdisch, was 2015 gesetzlich festgelegt wurde. Seit 2016 findet ein Austausch mit den Eigentümern der betroffenen Flächen statt, die nach der Verlegung weiterhin genutzt werden können. Eine Studie der Universität Halle zeigt, dass die Wärmeabgabe der Kabel keinen Einfluss auf die Bodenfeuchte hat. Die Bundesnetzagentur hatte einen 1000 Meter breiten Korridor definiert, in dem verschiedene Verlaufsvarianten geprüft werden. Dabei wurden rund 50 Alternativvorschläge analysiert, von denen einige umgesetzt wurden.

Die Trasse verläuft in Thüringen nördlich von Eisenberg, durch das Vogtland, vorbei an Gera, Weida und Greiz. In Sachsen passiert die Trasse Rosenbach und Reuth, bevor sie in Gefell nach Bayern wechselt. Nach der Prüfung des Antrags durch die Bundesnetzagentur wird dieser öffentlich gemacht, und Stellungnahmen sind möglich. Weitere Informationen werden in der kommenden Woche bei öffentlichen Veranstaltungen in Hermsdorf, Leubnitz und Greiz bereitgestellt. Ein Beschluss der Bundesnetzagentur wird für das kommende Jahr erwartet, gefolgt von den Bauarbeiten.