
Am Mittwoch wurde in Bautzen eine neue Forschungsbrücke auf dem Gelände von Hentschke Bau eingeweiht. Dieses Projekt, welches von der Technischen Universität Dresden koordiniert wird, erhält Unterstützung vom Bundesverkehrsministerium. Ziel der Initiative ist die frühzeitige Erkennung von Brückenschäden, um potenzielle Einstürze zu verhindern. Die Brücke wird mit verschiedenen Gewichten belastet, während 200 Sensoren kontinuierlich Daten für die Analyse liefern. Bundesverkehrsminister Volker Wissing berichtete von dem internationalen Interesse an diesem zukunftsweisenden Projekt.
Die Forschungsbrücke steht im Kontext eines dringlichen Bedarfs an innovativen Lösungen zur Instandhaltung von Brücken in Deutschland. Die vergangenen Ereignisse wie der Abriss der Talbrücke Rahmede im Jahr 2023 und der Einsturz des Brückenzugs C der Carolabrücke 2024 verdeutlichen die Probleme. Aktuelle Brückeninspektionen erfolgen nach der DIN-Norm 1076 und sind oft nur äußerlich. Häufig werden Schäden erst spät entdeckt, was zu gefährlichen Situationen führen kann. Laut Informationen, die von MDR bereitgestellt wurden, können 68 % der Spannglieder einer Spannbetonbrücke bereits stark geschädigt sein, bevor sie identifiziert werden.
Technologische Innovation zur Brückensicherheit
Der Einsatz von Sensoren könnte entscheidend sein, um Schäden an Brücken frühzeitig zu erkennen. Diese Technologie misst das Trag- und Verformungsverhalten sowie Dehnungen und Beschleunigungen. Aktuell werden von Inspekteuren Hämmer verwendet, um Schäden zu detektieren, was allerdings oft zu spät geschieht. Die Forschungsbrücke in Bautzen wird digitale Daten mit realen Umwelteinflüssen verbinden, um die Übereinstimmung zwischen maschinellen Auswertungen und realen Vorgängen zu überprüfen.
Zu den weiteren aktuellen Themen in Bautzen zählt die Debatte um Parkstrafzettel, die durch die neue Parküberwachung beim Edeka-Markt in Kamenz ausgelöst wurde. Hier dürfen Kunden nur 90 Minuten kostenfrei parken; eine Überschreitung wird mit Strafzetteln ab 35 Euro geahndet, nachdem Mitarbeiter eines nahegelegenen Behördenzentrums Parkplätze blockiert hatten. Kunden können ihre Parkzeit jedoch über einen QR-Code auf bis zu drei Stunden verlängern, wie Sächsische.de berichtete.