
In Hamburg startet eine dreiwöchige Aktion zur Verkehrssicherheit von Kindern, die heute in der Grundschule Brehmweg in Stellingen ihren Auftakt hatte. Ziel der Initiative ist es, sichere Schulwege ohne den Einsatz von Elterntaxis zu fördern. Schulleiterin Denise Piontek wies auf die Probleme hin, die durch die zahlreichen Elterntaxis entstehen. Der Eingang in der Högenstraße ist momentan wegen Bauarbeiten gesperrt, was die Situation zusätzlich erschwert. Rund 2.000 Kinder der Grund- und Stadtteilschule nutzen den Brehmweg als Eingang, der durch parkende Autos oft schwer einsehbar ist, was zu unübersichtlichen Verkehrssituationen geführt hat.
Obwohl es in der Vergangenheit keine größeren Unfälle gab, wurden Kinder in der dunkleren Jahreszeit bereits gestreift. Viele Eltern bringen ihre Kinder aus Bequemlichkeit mit dem Auto zur Schule, was die Verkehrssicherheit beeinträchtigt. Polizei und Schulleitung rufen die Eltern auf, ihre Kinder an den Verkehrsknotenpunkten aus dem Auto steigen zu lassen. Um das Bewusstsein zu schärfen, wurden Infomaterial und Warnwesten an Kinder und Eltern verteilt. Eine betroffene Mutter äußerte Besorgnis über die unübersichtlichen Straßenverhältnisse und die Staus, die durch haltende Autos entstehen.
Schulwegunfälle und Selbstständigkeit der Kinder
Die Zahl der Schulwegunfälle in Hamburg ist im Jahr 2024 um 21,8 Prozent gesunken, was laut den Behörden darauf hindeutet, dass das Unfallrisiko für Kinder auf dem niedrigsten Stand seit Jahren ist. Enno Treumann, Leiter der Verkehrsdirektion, appellierte an die Eltern, ihren Kindern mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen und sie eigenständig zur Schule gehen zu lassen. Um diese Ziele zu unterstützen, kooperiert die Polizei mit dem ADAC Hansa, der Warnwesten für die Schüler der Stellinger Grundschule bereitstellt. Die Warnwesten sollen nicht nur die Sichtbarkeit der Kinder im Verkehr erhöhen, sondern auch deren Sicherheit während des Schulweges verbessern.
Die Initiative hat klar das Motto „Rücksicht auf Kinder… kommt an!“ und zielt darauf ab, sowohl die Verkehrssicherheit zu erhöhen als auch die Zahl der „Elterntaxidelikte“ zu reduzieren. Der ADAC Hansa empfiehlt beim Kauf von Warnwesten, auf ein eingenähtes Label mit der Norm EN ISO 20471 zu achten, um optimalen Schutz zu gewährleisten.