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Zukunft der Ostseefischerei: Experten diskutieren nachhaltige Lösungen!

Am 2. April 2025 fand in der Mensa der Jacob-Lienau-Schule in Neustadt eine bedeutende Veranstaltung mit dem Titel „Unsere Ostsee, unsere Fischerei: Perspektiven für eine nachhaltige Zukunft“ statt. Über 100 Interessierte, darunter Experten aus den Bereichen Fischerei, Umwelt, Wissenschaft, Behörden und Tourismus, nahmen daran teil, was die Organisatoren positiv überraschte. Die Veranstaltung wurde von der Stadt Neustadt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe initiiert.

Ein zentrales Thema war die Projektvorstellung „Ostseefischerei im (Klima-)Wandel“, das von der Deutschen Umwelthilfe im Auftrag des Bundesumweltministeriums vorgestellt wurde. Dabei wurden Informationen über die durch den Klimawandel bedrohte Ostsee, die Fischbestände und die lokale Fischerei vermittelt. Des Weiteren wurden neue Entwicklungen in den Fangmethoden durch den Fischereischutzverband Schleswig-Holstein und die Universität Hamburg diskutiert. Ein weiterer Punkt der Veranstaltung war die wichtige Rolle der Fischerei für die Identität der Einheimischen und den Tourismus.

Nachhaltigkeit der Küstenfischerei in der Ostsee

Die Dringlichkeit der Themen wurde durch die aktuelle Situation der Fischpopulationen in der deutschen Ostsee untermauert. Laut der Deutschen Umwelthilfe ist der Zustand von Dorsch und Hering historisch schlecht, bedingt durch Überfischung, die Klimakrise und Eutrophierung. Viele Fischer*innen finden es zunehmend unrentabel, im Beruf zu bleiben, was zu einem Rückgang des Handwerks führt. Ziel ist es, die regionale und nachhaltige Küstenfischerei in der Ostsee zu erhalten, die kulturell wertvoll ist und ein tiefes Verständnis für das Ökosystem voraussetzt.

Das Projekt „Ostseefischerei im (Klima-)Wandel“ hat das Ziel, ein ganzheitliches, ökosystembasiertes Fischereimanagement zu entwickeln und nachhaltige Fangmethoden zu verbreiten. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Wissenschaft, Politik und Fischerei soll ein klimakonformer Strukturwandel ermöglicht werden. Dialog und die Beteiligung aller Akteure sind notwendig, um Interessenskonflikte zu überwinden.

Die Veranstaltung in Neustadt stellte außerdem einen Erfolg dar, was sich in den positiven Rückmeldungen der Organisatoren und den angeregten Gesprächen widerspiegelte. Die Fortführung der Kooperation zwischen Stadt Neustadt, Deutscher Umwelthilfe, Fischereischutzverband Schleswig-Holstein sowie der Universität Hamburg im laufenden Projekt ist bereits avisiert.

Für weitere Informationen zu diesem Thema und zu den Hintergründen der nachhaltigen Ostseefischerei kann auf die Berichterstattung von der-reporter.de sowie auf die detaillierte Analyse der Situation durch Deutsche Umwelthilfe verwiesen werden.