Politik

Millionen-Investment geplatzt: Kita-Träume in Onstmettingen zerschlagen!

Eine geplante Kita in Onstmettingen soll den Traum von einer zentralen Betreuungsstätte für Kinder auf dem Gelände der ehemaligen Textilfabrik Wohnhas wahrmachen. Dort, wo einst Maschinen ratterten, sollte bald fröhliches Kinderlachen erklingen. Doch das große Vorhaben ist zum großen Schock der Stadt plötzlich geplatzt. Die Gründe? Politisch brisante Wahlergebnisse und eine Initialzündung für den Abbruch der Pläne. Kaspar Pfister, Chef der Benevit-Gruppe, wollte 10 Millionen Euro investieren — eine gewaltige Summe, die nicht mehr fließen wird. Es waren die hohen Stimmenanteile der AfD, die Pfister nach eigener Aussage den Rückzug einläuteten.

Pfister, der mit seiner Investition eine private Pflegefachschule sowie städtische Kita integrieren wollte, zeigte sich über die politischen Entwicklungen ernüchtert. Oberbürgermeister Roland Tralmer brachte es auf den Punkt: Die Ergebnisse zweier Wahllokale in Onstmettingen mit 33 bzw. 37 Prozent AfD-Stimmenanteil hätten viele veranlasst, an der Zustimmung der Bürger für ein solches Projekt zu zweifeln. Trotz vorheriger Begeisterung über die Möglichkeit einer fremdfinanzierten Lösung, bleibt der Aufbau der Kita nun auf kommunale Budgets beschränkt. Die angespannte Haushaltslage stellt dabei ein kaum überwindbares Hindernis dar, wie auf Schwäbische Zeitung berichtet wird.

Unternehmerischer Rückzug wegen politischer Klima-Verschärfung

Die Befürchtungen, dass ausländische Pflegekräfte und deren Integration auf Ablehnung stoßen könnten, wiegen schwer auf Pfister, dessen Konzept auf eine bunte Belegschaft setzt. Mit der kulturellen Vielfalt seiner 1791 Mitarbeiter ist der Benevit-Geschäftsführer gewohnt voranzuschreiten, aber die gegenwärtige politische Lage machte eine Neubewertung seiner Investitionsentscheidungen erforderlich. Die Sorge, dass viele nicht bereit seien, Akzeptanz und Offenheit zu zeigen, veranlasste ihn letztendlich zum Abbruch seiner Ambitionen.

Stillstand und neue Fragen zur Kinderbetreuung in Onstmettingen

Für die Stadt bleibt jetzt nur der Rückschritt: „Wir gehen wieder auf Null“, sagt Tralmer, der betont, dass der Neuanfang für den Bau einer zentral gelegenen Kita in weiter Ferne liegt. Nun liegt die Hoffnung darauf, dass sich in Zukunft möglicherweise noch andere Finanzierungsquellen erschließen lassen. Finanzielle Unsicherheiten sind der Stadt seit Jahren bekannt, doch jetzt wird es zur bitternotwendigen Realität, dass die alternative Planung ins Leere laufen könnte.

Ein Schritt, der wohl auch in Berlin für Aufsehen sorgt: Die Benevit-Gruppe hat weitreichende Konsequenzen gezogen — keine weiteren Investitionen, solange politische Stabilität fehlt. Das Warten auf gesetzliche Verankerung ihrer Pflegekonzepte hat ihrer Meinung nach zu nichts geführt. Auf eine verbindliche Zusage müssen sie bisher vergeblich hoffen, schreibt RTL.

Der Traum von einer neuen Kita ist somit nicht nur geplatzt, sondern scheint auch strukturelle Herausforderungen in der Region erneut zum Vorschein zu bringen. Die Zukunft der Jugendbetreuung steht buchstäblich in den Sternen, während die Bürger in Onstmettingen vor einem ungewissen Kapitel der Entwicklung ihrer Gemeinde stehen.