
Am 30. März 2025 fand die Wahl des Kirchengemeinderats und Pastoralrats im Dekanat Böblingen statt. Die Wahlbeteiligung im Dekanat lag bei 16,6 %, was einen Anstieg von rund 3 % im Vergleich zu den 13,72 % bei der Wahl 2020 darstellt. Von den insgesamt 61.814 Wahlberechtigten gaben 10.260 Wähler ihre Stimmen ab, um 249 Sitze in den Gremien zu besetzen. In einer Kirchengemeinde fand keine Wahl statt, da nicht genügend Kandidaten vorhanden waren; ein Vertretungsgremium wird benannt.
Besonders hervorzuheben ist, dass mehr Frauen (128, 51 %) als Männer (121, 49 %) in den Kirchengemeinderat gewählt wurden. Der Altersdurchschnitt der gewählten Vertreter beträgt 52 Jahre, und 104 Personen sind neu im Amt. In den acht Gemeinden mit italienischer, kroatischer und portugiesischer Muttersprache lag die Wahlbeteiligung bei 14,36 %. Von 10.092 Wahlberechtigten gaben 1.449 Wähler ihre Stimmen ab, um 66 Sitze im Pastoralrat zu besetzen. Auch im Pastoralrat wurden mehr Frauen (56 %) als Männer (44 %) gewählt, mit einem Durchschnittsalter von 51 Jahren, während 42 % der Mitglieder neu im Pastoralrat sind.
Regionale und Diözesane Entwicklungen
Bischof Dr. Klaus Krämer dankte allen Katholikinnen und Katholiken, die ihr Wahlrecht genutzt haben. Er lobte die Kandidierenden für die Kirchengemeinde- und Pastoralräte und deren Engagement. Wie [drs.de](https://www.drs.de/ansicht/artikel/hoehere-beteiligung-bei-kirchengemeinderatswahl.html) berichtete, beträgt die Gesamtwahlbeteiligung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart 22,6 Prozent, was einen Anstieg im Vergleich zu 19,6 Prozent bei der Wahl 2020 darstellt. Die steigende Wahlbeteiligung wird auch auf die Einführung der allgemeinen Briefwahl zurückgeführt, und der diözesane Entwicklungsprozess „Kirche der Zukunft“ wird als Grund für das gestiegene Interesse an den Wahlen genannt.
Insgesamt kandidierten 8.893 Personen für 8.319 Sitze, während in 63 Kirchengemeinden keine Wahl stattfinden konnte, da die vorgeschriebene Kandidatenzahl nicht erreicht wurde. Die Wahlbeteiligung in muttersprachlichen Gemeinden lag bei 11,53 Prozent, was im Vergleich zu 6,5 Prozent bei der vorherigen Wahl ebenfalls einen Anstieg darstellt. Bischof Krämer und Dekan Anton Feil lobten die Bedeutung der Zusammenarbeit in den Kirchengemeinden und hoben die positive Bilanz der Wahl hervor.