FinanzenPolitik

Softwaremarkt unter Druck: US-Regierung sorgt für Kursrutsch!

Die aktuelle Sparpolitik der US-Regierung hat für erhebliche Unruhe am Softwaremarkt gesorgt. Laut Finanzen.ch sind die Aktienkurse großer Softwareunternehmen seit Jahresbeginn stark gefallen. Zu den betroffenen Unternehmen zählen unter anderem ServiceNow mit einem Rückgang von 27% auf 774,07 US-Dollar, Salesforce, dessen Aktien um 24% auf 255,23 US-Dollar gefallen sind, sowie Adobe, dessen Kurs um 17% auf 367,25 US-Dollar gefallen ist (Stand: 3. April 2025).

Die Gründe für diesen Abwärtstrend sind vielfältig. Zum einen bestehen Befürchtungen einer wirtschaftlichen Abschwächung. Zudem wurde eine Neustrukturierung der US-Bundesbehörden durch das „Department of Governmental Efficiency“ (DOGE) eingeleitet. Ein weiteres Problem ist, dass die Umsatzsteigerungen durch künstliche Intelligenz (KI) hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Details zu den betroffenen Unternehmen

ServiceNow erzielt etwa 8-9% seiner Umsätze aus den US-Bundesbehörden. Ein geplanter Personalabbau in diesen Behörden könnte kurzfristig die Nachfrage nach Softwarelizenzen senken. Analysten von Bernstein sehen jedoch langfristige Chancen für ServiceNow und glauben, dass die Marktanpassung die Nachfrage nach Produktivitätssoftware steigern könnte. Zudem bewerten sie ServiceNow als günstig und mit dem Potenzial, „das nächste Microsoft“ zu werden.

Für Adobe sieht die Lage ähnlich aus. Analysten erkennen zwar Potenzial, zeigen sich jedoch skeptisch, da Unklarheiten durch Änderungen in der Berichtsstruktur und den Druck durch Konkurrenz die Aktie belasten. Eine mögliche Erholung könnte eintreten, wenn die angestrebten Ziele für wiederkehrende KI-Umsätze erreicht werden. Im Gegensatz dazu sind Sicherheitsunternehmen wie Palo Alto Networks und Zscaler weniger betroffen von den Einsparungen der US-Regierung. So konnte Zscaler einen Anstieg um 6,54% auf 192,21 US-Dollar verzeichnen, während Palo Alto Networks um 9% auf 165,17 US-Dollar fiel (Stand: 3. April 2025).

Salesforce wird von Analysten mit „Underperform“ bewertet, und obwohl die neue „Agentforce“-Technologie Hoffnungen weckt, könnte es Jahre dauern, bis die KI als Wachstumstreiber fungiert. Das organische Umsatzwachstum zeigt sich zudem schwach.

Im globalen Kontext wächst der Markt für künstliche Intelligenz jedoch rapide, wie Statista berichtet. Die rasante Entwicklung wird durch digitale Technologien und das steigende Bewusstsein für KI-Funktionen angetrieben. Besonders im Bereich der KI-Robotik, autonomen Technologien und maschinellen Lernens zeigen sich hohe Wachstumsraten. Verbraucher suchen zunehmend personalisierte und effiziente KI-gesteuerte Produkte, während Unternehmen versuchen, ihre Prozesse zu rationalisieren und die Effizienz zu steigern. Vor allem in China wächst der KI-Markt aufgrund staatlicher Förderung und einer hohen Bevölkerungszahl, dennoch gibt es Bedenken bezüglich strenger staatlicher Vorschriften und Datenschutz.