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Der Co-Präsident des San Francisco Latinx Democratic Club, Kevin Ortiz, ist nach einer Untersuchung, die Vorwürfe sexueller Übergriffe gegen ihn betraf, wieder in seine Rolle zurückgekehrt. Laut einem Bericht von SF Standard kam die Untersuchung zu dem Ergebnis, dass die Vorwürfe gegen Ortiz nicht unterstützt werden konnten.
Die Enthüllungen über die Anschuldigungen, die von Zahra Hajee und einer weiteren anonymen Frau, die Übergriffe aus den Jahren 2019 und 2021 meldeten, die bis zur Polizei weitergeleitet wurden, sorgten für einen Aufschrei innerhalb der politischen Kreise von San Francisco. Hajee selbst stellte fest, dass sie mit der Entscheidung, Ortiz wieder in seine Position zu berufen, nicht einverstanden war.
Details zur Untersuchung
Die Untersuchungen wurden von einem speziellen Untersuchungsausschuss (SIC) durchgeführt, der mit Fachleuten einer anerkannten Organisation zur Prävention sexueller Gewalt sowie Mitgliedern des SFLDC und des Vorstands besetzt war. Interim-Präsidenten des SFLDC nahmen nicht an der Untersuchung teil, um die Unparteilichkeit sicherzustellen, wie SFLDC berichtete.
Nach den Ergebnissen erwartet Ortiz, dass die Clubrichtlinien angepasst werden, um einen neuen Verhaltenskodex aufzunehmen. Zusätzlich zu den bestehenden Schulungen zu sexuellem Belästigung werden künftig auch jährliche „Wissensaufbau“-Schulungen durchgeführt, um die Mitglieder besser vorzubereiten.
Die Vorwürfe gegen Ortiz hatten auch zur Kritik an den Parteiführungskräften geführt, da viele der Meinung waren, dass die reaktionären Schritte im Umgang mit sexueller Belästigung unzureichend seien. In Reaktion darauf implementierte die San Francisco Democratic Party neue Richtlinien zur Prävention sexueller Übergriffe. Einigen Mitgliedern zufolge könnte auch Nepotismus die Ergebnisse der Untersuchung zum Vorteil von Ortiz beeinflusst haben.
Hajee, die eine Polizeibeschwerde eingereicht hatte, nahm nicht an der Untersuchung teil, während Ortiz aktiv mit dem Ausschuss zusammenarbeitete und Beweise lieferte.