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Immer häufiger wird der deutsche Luftraum durch Drohnenflüge verletzt, was zu einem Anstieg von Sicherheitsbedenken führt. Im Jahr 2024 wurden den Polizeidienststellen in Rheinland-Pfalz rund 100 Vorfälle gemeldet, in denen große Drohnen zur Ausspähung sicherheitsrelevanter Liegenschaften eingesetzt wurden. Diese Aktivitäten werden vor allem als Teil der hybriden Kriegsführung Russlands betrachtet. Besondere Besorgnis herrscht über Drohnen, die in der Nähe von Flughäfen und militärischen Einrichtungen, insbesondere US-Basen in Deutschland, gesehen wurden.
Wie die Oldenburger Online Zeitung berichtete, wurden im letzten Jahr etwa 30 Fälle von Drohnensichtungen in Verbindung mit US-Standorten dokumentiert. Die deutschen Bundesbehörden stehen vor der Herausforderung, dringend geeignete Technologien zur frühzeitigen Aufspürung und Bekämpfung dieser unerlaubten Drohnenflüge zu entwickeln; bislang konnte keine der beobachteten Drohnen abgefangen oder abgeschossen werden.
Entwicklung der Drohnenkriegsführung
Die Nutzung von Drohnen hat auch im internationalen Kontext, insbesondere seit der russischen Invasion in der Ukraine, an Bedeutung gewonnen. In dieser Zeit wurde der Ukraine-Krieg als Katalysator für die Entwicklung der Drohnenkriegsführung anerkannt. Anfänglich kamen einfache handelsübliche Kameradrohnen zum Einsatz, die mittlerweile durch verbesserte Drohnenabwehrmaßnahmen in der Effektivität stark reduziert sind, wie Hartpunkt berichtet.
Aktuell dominieren KI-gestützte taktische Aufklärungs-, Strike- und Jagddrohnen das Luftraumgeschehen über der Ukraine. Diese Drohnen ermöglichen durch Technologien wie Lichtwellenleiter eine verbesserte Datenübertragung zwischen Drohne und Pilot, auch wenn sie durch Reichweite und Gewicht limitiert sind. Zudem wird der kombinierte Einsatz verschiedener Drohnentypen beobachtet, was eine Herausforderung für traditionelle Luftverteidigungsmaßnahmen darstellt.