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Chaos im Parlament: Nominierung von Micheal Martin verzögert sich!

Chaos im Parlament: Die Nominierung eines neuen Premierministers steht auf der Kippe!

In einem dramatischen Schauspiel im irischen Parlament ist die Ernennung eines neuen Premierministers ins Stocken geraten! Am Mittwoch kam es zu tumultartigen Szenen, als die Abgeordneten der Republik Irland sich in erbitterten Streitigkeiten über die parlamentarischen Abläufe verstrickten. Der angestrebte Premierminister Micheal Martin von der Fianna Fail-Partei muss nun auf eine Entscheidung bis mindestens Donnerstag warten!

Die Gemüter kochten über, als der Sprecher des Unterhauses, des Dail, die Sitzung bereits zum vierten Mal aussetzte. Der Grund? Die Sinn Fein-Partei protestierte lautstark gegen die Pläne, unabhängigen Abgeordneten, die die kommende Regierung unterstützen, die gleichen Rederechte wie der Opposition zu gewähren. Ein wahrhaft explosiver Konflikt!

Ein erbitterter Machtkampf

Mary Lou McDonald, die charismatische Führerin der Sinn Fein, warf der Fianna Fail vor, sie wolle „ihre unabhängigen Kumpanen, Unterstützer der Regierung, auf die Oppositionsbänke setzen und ihnen die gleichen Rederechte wie der Opposition gewähren“. Ein Vorwurf, der die Spannungen weiter anheizte!

Nach den Wahlen am 29. November wurde letzte Woche ein Koalitionsabkommen zwischen den beiden größten Mitte-Rechts-Parteien und einer Gruppe unabhängiger Abgeordneter geschlossen. Die Fianna Fail gewann die meisten Sitze, jedoch nicht genug, um allein zu regieren. Mit 48 von 174 Sitzen und 38 Sitzen für die Fine Gael stehen die beiden Parteien vor der Herausforderung, ihre politischen Differenzen zu überwinden.

Im Rahmen des Koalitionsabkommens wird Martin voraussichtlich für drei Jahre Premierminister – oder Taoiseach – und Simon Harris von der Fine Gael, der scheidende Führer, wird sein Stellvertreter. Nach drei Jahren sollen die beiden Politiker die Positionen tauschen. Ein Plan, der jedoch von der Opposition scharf kritisiert wird!

Die Schatten der Vergangenheit

Die neue Regierung sieht sich enormem Druck ausgesetzt, die steigende Obdachlosigkeit zu bekämpfen, die durch explodierende Mieten und Immobilienpreise angeheizt wird. Auch die wachsende Zahl von Asylbewerbern stellt eine große Herausforderung dar. Die Lebenshaltungskosten – insbesondere die akute Wohnungsnot – waren zentrale Themen im Wahlkampf, und die Einwanderung ist in einem Land von 5,4 Millionen Menschen, das lange von Emigration geprägt war, ein emotionales und schwieriges Thema.

Die Koalition schließt die linksgerichtete Sinn Fein aus, die trotz 39 gewonnener Sitze in der Opposition bleibt. Die Fine Gael und die Fianna Fail weigern sich, mit ihnen zusammenzuarbeiten, aufgrund ihrer historischen Verbindungen zur irischen Republikanischen Armee (IRA) während der gewaltsamen Auseinandersetzungen in Nordirland. Ein politisches Erbe, das die irische Politik bis heute prägt!