
Das Wetter in Berlin und Brandenburg hat kürzlich eine ungewöhliche Wärmeperiode erlebt, die durch den Orkan Éowyn verursacht wurde. Laut Berlin Live stiegen die Temperaturen am Wochenende auf über zehn Grad Celsius. Orkan Éowyn, der Zerstörungen in Irland und Großbritannien anrichtete, brachte warme Luft nach Deutschland, wodurch traditionelles Winterwetter im Januar in der Region ausblieb. Im Südwesten Deutschlands wurden sogar Temperaturen bis zu 19,5 Grad Celsius gemessen.
Meteorologe Roland Vögtlin erklärt, dass die Winter generell wärmer werden und dass es im Vergleich zum langjährigen Mittel von 1961 bis 1990 etwa zweieinhalb bis drei Grad zu warm ist. Ein Indikator für diesen zu warmen Januar ist der blühende Haselstrauch, der in mehreren Bundesländern zu sehen ist. Pollenallergiker müssen sich darauf einstellen, ihre Medikamente früher einzunehmen. Die weitere Wetterprognose zeigt, dass die Temperaturen bis maximal acht Grad steigen werden, während ab Mittwoch, dem 29. Januar, Regenschauer erwartet werden.
Sturm Éowyn im Fokus
Sturm Éowyn war ein extratropischer Zyklon, der von Januar 24 bis 25, 2025, Irland, die Isle of Man, das UK (hauptsächlich Nordirland und Schottland) sowie Norwegen betroffen hat. Benannt von den britischen Meteorologen am 21. Januar, war Éowyn der fünfte Sturm der europäischen Windstormsaison 2024–25, wie Wikipedia berichtet. Widespread red weather warnings wurden für Irland, Schottland und die Isle of Man ausgegeben, während für Wales, England und Norwegen orange und gelbe Warnungen erlassen wurden.
Éowyn stellte den stärksten Sturm dar, der Irland seit dem Hurrikan Debbie im Jahr 1961 traf, und brach einen 80 Jahre alten Windrekord. Die Sturmfolgen beinhalteten umgefallene Bäume, Schäden an Stromleitungen, Stromausfälle, strukturelle Schäden und Störungen im Verkehr. In Irland erlebten nahezu eine Million Menschen Stromausfälle, während in Schottland rund 117.000 Haushalte ohne Strom waren. Auch die Isle of Man erklärte einen großen Vorfall aufgrund blockierter Straßen und Stromausfälle, die etwa 370 Haushalte betrafen. Am 24. Januar wurde in County Galway eine Windbö von 114 mph (183 km/h) gemessen, was einen neuen irischen Rekord darstellt.