
Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Kinderhospizarbeit mit einer finanziellen Unterstützung von etwa 129.000 Euro und investiert zusätzlich 300.000 Euro in die Ehrenamtsarbeit innerhalb der Hospizbewegung. Dies wurde von Gesundheitsminister Clemens Hoch bekanntgegeben und unterstreicht die wichtige Rolle, die Kinderhospize für kranke Kinder und deren Familien spielen.
Schätzungen zufolge leben in Deutschland rund 50.000 Jugendliche und junge Erwachsene, die als unheilbar krank gelten. Diese Familien sehen sich häufig mit der Herausforderung konfrontiert, ihre eigenen Bedürfnisse über Jahre hinweg zurückzustellen. Kinderhospize bieten nicht nur medizinische Versorgung, sondern auch einen Raum, in dem Familien neue Kraft tanken können.
Fördermittel für Hospizdienste und Ehrenamt
Die Förderung umfasst die Kinder Hospizdienste in Landau und Mainz sowie den Hospiz- und Palliativverband Rheinland-Pfalz. Die Kinderhospizarbeit unterstützt schwerstkranke Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie deren Angehörige und ist eine tragende Säule der Hospizbewegung. Ehrenamtliche Mitarbeit ist dabei unerlässlich, um schwerstkranken und sterbenden Menschen ein würdevolles Sterben zu ermöglichen.
Rheinland-Pfalz verfolgt vorrangig ein Modell der ambulanten Betreuung, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Zudem hat das Land die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen unterzeichnet, die einen würdevollen Umgang im Sterbeprozess gewährleisten soll. Aktuell bestehen in Rheinland-Pfalz 42 ambulante Hospizdienste, 31 Palliativstationen und 29 spezialisierte ambulante Palliativversorgungs-Teams. Des Weiteren sind zehn neue stationäre Hospize in Planung oder im Bau, während drei Hospize bereits Ende des vergangenen Jahres eröffnet wurden.
Die Herausforderungen der Kinder- und Jugendhospizarbeit betreffen nicht nur die letzte Lebensphase der Betroffenen, sondern beginnen bereits mit der Diagnose. Wie auf der Website des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands erläutert, begleiten die Angebote die betroffenen Kinder und ihre Familien in diesem sensiblen Prozess. Dabei wird eine bedarfsorientierte und altersgerechte Begleitung durch ambulante und stationäre Dienste sichergestellt, wobei die stationären Aufenthalte meist zeitlich begrenzt sind, außer in Krisensituationen.
Das ambulante Angebot sichert eine nahezu ganzjährige Begleitung und wird idealerweise durch zwei Begleiterinnen und Begleiter für jede Familie umgesetzt. Die Pflege in Einrichtungen der Kinderhospizarbeit erfolgt durch qualifizierte Pflegekräfte, worüber unter anderem auch die Broschüre zur Begleitung von Kindern informiert, die Abschied nehmen müssen.