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Junge Forscher begeistern in der Oberpfalz mit kreativen MINT-Projekten!

Im Rahmen des Wettbewerbs „Macht aus Fragen Antworten“ präsentierten Oberpfälzer Schüler an der OTH Amberg beeindruckende Projekte. Der Regionalwettbewerb Nördliche Oberpfalz, der mit 56 Teilnehmern aus sieben Schulen stattfand, zeigte insgesamt 40 unterschiedliche Projekte. Der Wettbewerb „Jugend forscht“, der seit 60 Jahren existiert, wird von der OTH Amberg seit 2021 ausgerichtet. OTH-Präsident Clemens Bulitta betonte die Bedeutung praxisnaher Themen, während der 2. Bürgermeister Franz Badura die Kreativität der jungen Forscher lobte.

Die Projekte wurden in sechs Fachgebieten vorgestellt. Beate Kleber (19) von der FOS Weiden wurde für ihr Projekt „Instant-Zoiglbier“ mit dem 2. Preis im Bereich Arbeitswelt ausgezeichnet. Der erste Preis in dieser Kategorie ging an Sarah Vohler (11) und Sophia Schmidt (11) von der Staatlichen Realschule für Mädchen in Neumarkt, die eine Reduzierung von Papiertüchern durch Stoffhandtücher erarbeiteten. In nur vier Wochen ersetzten sie 752 Papiertücher durch ihre nachhaltige Lösung.

Besondere Auszeichnungen und Themen

Weitere Preisträger sind Leander Reiser (17), Martin Pallapies (18) und Johannes Förtsch (17), die den 2. Preis in Physik für ihre Untersuchung der Wärmeentwicklung beim Bremsen von Fahrrädern erhielten. Tamina Otte (19) von der FOS Schwandorf gewann den 1. Preis in Geo- und Raumwissenschaften mit dem Projekt „Vom Klimakiller zum Klimaretter?“, während Wolfgang Weber, Vizepräsident der OTH Amberg-Weiden, auf den Fachkräftemangel von 280.000 MINT-Fachkräften in Deutschland hinwies.

Die Preisträger in einer Übersicht:

  • 1. Preis: Tamina Otte (19), FOS Schwandorf, Geo- und Raumwissenschaften
  • 2. Preis: Timo Pickelmann (17), HCA-Gymnasium Sulzbach-Rosenberg, Technik
  • 2. Preis: Nicolas Nagelschmidt (17), HCA-Gymnasium, Technik
  • 3. Preis: Mariella Troglauer (20), FOS Weiden, Chemie
  • 3. Preis: Diana Dekin (18), FOS Weiden, Biologie
  • Sonderpreis: Christian Eiblmeier (FOS Schwandorf), Einladung zum Vernetzungstreffen

Über die Bedeutung der MINT-Bildung in Deutschland, die im Rahmen des MINT-Aktionsplans 2.0 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird, berichtete eine andere Initiative. Der Plan zielt darauf ab, MINT-Kompetenzen zu stärken, Fachkräftesicherung zu gewährleisten und Teilhabechancen zu fördern, unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Herausforderungen wie Klimawandel und Digitalisierung. Verschiedene Maßnahmen sind in fünf Aktionsfeldern gebündelt, darunter die Förderung von Kooperationen und qualitativ hochwertigen Bildungsangeboten.

Besonders wichtig ist die Stärkung der MINT-Bildung von der frühkindlichen Erziehung bis zur Hochschule. Initiativen wie die MINT-Cluster und die Kommunikationsoffensive **#MINT-Magie** richten sich an Kinder und Jugendliche in einem Alter von 10 bis 16 Jahren, um sie für technische Berufe zu begeistern. Gleichzeitig wird durch Programme wie **MissionMINT** gezielt die Repräsentanz von Frauen im MINT-Bereich unterstützt, um Geschlechterklischees abzubauen und mehr junge Frauen in MINT-Berufe zu integrieren.

Für weiterführende Informationen über die MINT-Bildung in Deutschland wird auf die umfassenden Inhalte des BMBF verwiesen, die sich intensiv mit dieser wichtigen Thematik auseinandersetzen. Weitere Details hierzu finden sich auf der Webseite des [Bundesministeriums für Bildung und Forschung](https://www.bmbf.de/DE/Bildung/FrueheBildung/MINT/mint_node.html).