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Piratenpartei plant mutige Schritte: Landrat und Bürgermeister in Sicht!

Die Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen steht vor wichtigen Entscheidungen hinsichtlich ihrer Kandidaturen bei den anstehenden Wahlen. Wie ksta.de berichtete, wird die Partei Mitte März über die Aufstellung eines eigenen Landratskandidaten abstimmen. Die Nominierung könnte im Bürgerzentrum Manheim in Kerpen stattfinden, sofern die Mitglieder dem zustimmen.

Zusätzlich wird besprochen, ob ein Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahl im September aufgestellt wird. Unabhängig von diesen Entscheidungen plant die Partei, Bewerber für die Kreistagswahl und die Stadtratswahl in der Kolpingstadt zu nominieren. Bei der letzten Landratswahl im Jahr 2020 hatten die Piraten auf einen eigenen Kandidaten verzichtet, während die CDU, SPD, Grünen, Linke und Freie Wähler jeweils Kandidaten ins Rennen schickten. Frank Rock von der CDU setzte sich in der Stichwahl mit 57,25 Prozent gegen Dierk Timm (SPD) durch.

Aktuelle politische Landschaft und Rückblick

Bisher hat keine der größeren Parteien einen Kandidaten für die kommende Landratswahl aufgestellt. Die AfD hingegen kündigte bereits an, einen eigenen Landratskandidaten zu nominieren. Bei der Kommunalwahl 2020 hatte die Piratenpartei in NRW rund 150 Mandate in verschiedenen kommunalen Gebietskörperschaften errungen, wie wiki.piratenpartei.de ausführt.

In den letzten Jahren war die Piratenpartei im Kreistag Teil einer Grünen-Koalition, kündigte jedoch ihren Austritt, und der Abgeordnete Jannis Milios agiert seitdem als Einzelkämpfer. Ein weiteres Mitglied der Partei, Flohe, trennte sich nach einem enttäuschenden Ergebnis bei der Europawahl von der FDP im Kerpener Stadtrat. Zudem wurde die Piratenpartei für die Bundestagswahl in Nordrhein-Westfalen nicht zugelassen, da die Liste die wahlrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllte.