
Das Willibald-Gluck-Gymnasium in Neumarkt steht vor einer bedeutenden Erweiterung, die durch die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) notwendig geworden ist. Der Anbau, der mit Kosten von rund 4,4 Millionen Euro veranschlagt ist, ermöglicht die Bereitstellung zusätzlicher Klassenräume. Dabei wird das Gymnasium, das erst vor zehn Jahren neu erbaut wurde, nun erneut in die Baustelle transformiert.
Landrat Willibald Gailler und Schulleiter Frank Fiedler haben kürzlich die Baustelle besucht, auf der umfangreiche Bauten stattfinden. Aktuell laufen die Arbeiten zur Herstellung des Fundaments für ein neues Gebäude, das aus 32 vorgefertigten Modulen entsteht. Dieses zweigeschossige Gebäude wird zehn Klassenzimmer umfassen und ist besonders für die Unterbringung eines vollständig neuen Jahrgangs konzipiert, da die Rückkehr zur G9-Politik einen erhöhten Platzbedarf mit sich bringt.
Details zum Erweiterungsbau
Der geplante Anbau wird in serieller Modulbauweise umgesetzt. Nachdem das Fundament nahe dem Volksfestplatz erstellt ist, wird im Anschluss der vorgelagerte Flurbereich in Stahlbeton-Halbfertigteilbauweise errichtet. Darauf folgt der Aufbau des Dachstuhls sowie Arbeiten an Fassade und Innenausbau.
Das Projekt wird zu 50 Prozent vom Freistaat Bayern sowie der Regierung der Oberpfalz gefördert. Die Arbeiten sollen bis zum Spätsommer 2025 abgeschlossen sein, wobei die neuen Räumlichkeiten ab dem Schuljahresbeginn 2025/2026 genutzt werden sollen. Ursprünglich war der Neubau nicht vorgesehen, da man mit dem G8-System gerechnet hatte; die Entwicklung zum G9 hat nun jedoch das Tempo dieser Änderungen beschleunigt.
Im Zuge des Bauprojekts wird im September der Unterricht in den neuen Räumen beginnen, wie [Mittelbayerische](https://www.mittelbayerische.de/lokales/landkreis-neumarkt/das-willibald-gluck-gymnasium-in-neumarkt-waechst-rueckkehr-zu-g9-macht-anbau-noetig-18101033) berichtete. Insgesamt ist es ein wichtiger Schritt zur Anpassung an die veränderten schulpolitischen Rahmenbedingungen in Bayern.