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Selenskyj: USA müssen Druck auf Russland verstärken, Krieg bedroht Frieden!

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einem Interview in Paris die Bedeutung der USA als wichtigen Partner der Ukraine unterstrichen. Selenskyj, der sich zu den aktuellen Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg äußerte, betonte, dass die Stärke der USA entscheidend für die Position der Ukraine sei. Er kritisierte jedoch auch die US-Politik in Bezug auf die Vermittlungsversuche und warf den USA vor, von russischer Propaganda beeinflusst zu werden und russische Narrative zu wiederholen.

„Dies könnte den Druck der USA auf Russland schwächen“, warnte Selenskyj. Er führte weiter aus, dass Kremlchef Wladimir Putin Angst vor einem Zusammenschluss der USA mit Europa habe. Zudem machte Selenskyj deutlich, dass Moskau kein Interesse an einer echten Waffenruhe habe, sondern vielmehr darauf abziele, durch Krieg Kontrolle zurückzugewinnen.

Forderungen nach verstärkter US-Unterstützung

Selenskyj forderte eine Verschärfung der US-Sanktionen gegen Russland und bedankte sich gleichzeitig bei den USA für ihre Unterstützung im Verteidigungskrieg gegen Russland. Er betonte, dass der Schutz der Zivilbevölkerung ohne die USA nicht funktionieren könne und äußerte Vertrauen in die USA als verlässlichen Partner. Bei dieser Gelegenheit kritisierte er auch US-Vertreter, die russische Propaganda wiederholen, insbesondere den US-Sondergesandten Steve Witkoff.

Zusätzlich forderte Selenskyj die Beteiligung europäischer Staaten an den Friedensverhandlungen, da bisher nur mit den USA gesprochen wurde. Er erkannte die Sorgen osteuropäischer Staaten vor einem möglichen russischen Angriff an und warnte, dass Verhandlungen lediglich zwischen Großmächten und zu deren Bedingungen stattfinden könnten. In diesem Zusammenhang betonte er erneut, dass die Ukraine sich selbst und Europa verteidige.