
Die Stadt Deggendorf hat am 27. März 2025 die Umgestaltung der Kreuzung St. Martin angekündigt. Dabei sollen Rasenflächen in blühende Staudenbeete umgewandelt werden. Mit dieser Maßnahme verfolgt die Stadtverwaltung das Ziel, das Straßenbild zu bereichern und die Biodiversität zu fördern.
Im Rahmen des Projektes werden mehrjährige, trockenheitsverträgliche Blütenstauden zum Einsatz kommen, die von März bis November abwechslungsreiche Blüten bieten. Ein Teil der Pflanzen besteht aus einheimischen Wildstauden, die Nektar und Pollen für Insekten bereitstellen sollen. Geplant sind Mischungen wie das „Veitshöchheimer Blütenmosaik“, „Veitshöchheimer Blütenzauber“ und „Bellevue“. Die Blütezeit startet mit Wildkrokussen, Wildtulpen und Narzissen, gefolgt von weiteren Pflanzen wie Salbeiarten, Katzenminze, Ehrenpreis, Mädchenauge, Oregano, Fetthennen und Astern. Eingewachsene Stauden benötigen wenig Pflege und haben einen geringen Wasserbedarf. Die Umgestaltung erfolgt in Zusammenarbeit zwischen dem Stadtplanungsamt und der Stadtgärtnerei, wie idowa berichtete.
Gestaltung von Verkehrsinseln zur Förderung der Biodiversität
Die zunehmende Anzahl von Kreisverkehren in deutschen Städten zielt darauf ab, Staus und Luftverschmutzung an Ampelkreuzungen zu vermeiden. Diese Verkehrsinseln sollen nicht nur Sicherheitsanforderungen erfüllen, sondern auch zur Biodiversität beitragen. Die Gestaltung dieser Flächen wird zunehmend ästhetisch anspruchsvoll und pflege-extensiv angelegt. Jörg Pfenningschmidt, ein Hamburger Gärtner, hat während seiner 18-jährigen Tätigkeit in Norderstedt und Ahrensburg Verkehrsinseln bepflanzt und dabei den Einsatz standortgerechter Pflanzen betont, die früh blühen und keinen Rückschnitt benötigen. Zu den empfohlenen Pflanzen gehören Wolfsmilchgewächse, Elfenblume, Atlasschwingel und Japan-Segge ‚Icedance‘, wie gruen-ist-leben.de berichtet.
Ziel der Bepflanzungen ist es, Bienen, Wildbienen und Schmetterlinge anzuziehen. Die Pflege-extensive Gestaltung erfordert jedoch umfangreiches Wissen, und es besteht ein Mangel an Firmen, die nachhaltige Pflege anbieten können. Es wird auf die Notwendigkeit einer neuen Generation von Pflegekräften hingewiesen, die mit den Anforderungen an Staudenbepflanzungen vertraut sind. Kritisiert wird zudem, dass oft unpraktische Planungen, wie die Verwendung von Bahnschotter als Mulchschicht, realisiert werden. Dennoch könnte eine ansprechende Gestaltung von Verkehrsinseln die Wertschätzung für Pflegekräfte steigern und die Lebensqualität in urbanen Gebieten verbessern.