
In Berlin haben die BVG-Bediensteten ihren Streik am Freitagmorgen nach 48 Stunden beendet. Der Arbeitskampf, der am Mittwoch um 3 Uhr begonnen hatte, stellte den öffentlichen Nahverkehr auf den Kopf und führte zu weitreichenden Einschränkungen. Der Tarifeinheitskonflikt zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) soll nun im Rahmen einer Schlichtung geklärt werden, bei der Ramelow und Platzeck als Schlichter fungieren. Während dieser Phase, die bis zum 10. April andauern soll, gilt eine Friedenspflicht, sodass keine weiteren Streiks geplant sind.
Die BVG-Bediensteten nahmen nach dem Streik ihre reguläre Arbeit wieder auf. Dennoch kam es in der Stadt weiterhin zu Störungen, darunter Verspätungen und Ausfälle bei den S-Bahn-Linien S1, S2, S25 und S26 aufgrund technischer Störungen. In der Regel sind einige Buslinien trotz des Streiks im Einsatz gewesen.
Aktuelle Verkehrsprobleme in Berlin
Parallel zu den Entwicklungen bei der BVG kommt es in der Stadt zu weiteren Verkehrsproblemen. Am Mittwochabend wurde die Ringbahnbrücke an der A100 wegen mehrerer Risse komplett gesperrt, was zusätzlich zu erheblichen Staus am Dreieck Funkturm führte. Die Westendbrücke ist ebenfalls wegen Schäden nicht befahrbar. Autofahrer, die in Richtung Wedding fahren, müssen mit stundenlangen Wartezeiten rechnen, während sich an der Anschlussstelle Spandauer Damm sowohl stadteinwärts als auch stadtauswärts Staus gebildet haben.
Verkehrsteilnehmer wird geraten, weiträumig auszuweichen, da auch bekannte Schleichwege von dem Verkehrschaos betroffen sind. Der Senat hat Maßnahmen zur Eindämmung des Verkehrschaos vorgestellt. Verkehrssenatorin Ute Bonde empfahl die Nutzung von S- und Regionalbahnen sowie alternative Umfahrungsstrecken, während die Autobahn GmbH an weiteren Umfahrungsvarianten arbeitet.
Zusammenfassend stehen die Bewohner und Verkehrsteilnehmer Berlins vor zahlreichen Herausforderungen, die sowohl durch den Streik der BVG als auch durch die Brückensperrungen entstanden sind. Die nötigen statischen Untersuchungen haben ergeben, dass umfangreiche Bauarbeiten zum Abriss oder Neubau der Brücken dringend erforderlich sind und umgehend in Angriff genommen werden.