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Festnahme eines Arztes in Paraguay: Kontroversen um gefälschte Atteste!

In Paraguay wurde der deutsche Arzt G. R. C. H. festgenommen. Dies geschah um 19:00 Uhr in Mbocayaty, Guairá. Der Arzt, geboren 1949 in Hamburg, stand aufgrund von Vorwürfen im Zusammenhang mit seiner ärztlichen Tätigkeit und der Ausstellung von Maskenattesten sowie Impfzertifikaten während der Corona-Pandemie unter Verdacht. Seine Aktivitäten hatten in Deutschland für erhebliche Kontroversen gesorgt.

Der Haftbefehl und das damit verbundene Auslieferungsverfahren wurden in Gang gesetzt, nachdem er seine ärztliche Tätigkeit in Paraguay trotz der bestehenden Vorwürfe fortgesetzt hatte. Die Festnahme erfolgte im Stadtteil Maria Auxiliadora, Mbocayaty, und der Arzt wurde nach seiner Festnahme auf ein Polizeirevier in Villarrica überführt. Von dort aus ist eine Überführung nach Asunción geplant, und die weiteren Schritte des Auslieferungsverfahrens werden sowohl von den paraguayischen als auch den deutschen Behörden entschieden, wie das Wochenblatt berichtete.

Aussichten eines Auslieferungsverfahrens

Die Thematik der Auslieferung bleibt 2025 aufgrund geopolitischer Veränderungen relevant. Länder ohne Auslieferungsabkommen bieten oft sicheren Hafen für Personen, die sich der Justiz entziehen wollen. Das Fehlen eines solchen Abkommens garantiert jedoch keine absolute Sicherheit, da internationale Beziehungen und die Kooperation mit Interpol die Möglichkeit der Auslieferung beeinflussen können. Ein Artikel der Auslieferungsanwälte erläutert zudem, dass Auslieferungsverträge spezifische internationale Vereinbarungen sind, die die Überstellung von Straftätern zwischen Staaten regeln.

Jedes Land hat eigene Gesetze zur Auslieferung, und es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum Staaten keine Auslieferungsabkommen schließen, darunter politische und humanitäre Faktoren. In Deutschland sind die Auslieferungsrechte auf bilaterale Verträge und europäische Abkommen gestützt, wobei das Fehlen eines Abkommens nicht bedeutet, dass eine Auslieferung unmöglich ist. Diplomatietechnische Verhandlungen könnten auch in diesem Fall eine Rolle spielen, sollte der Fall von G. R. C. H. vor Gericht gehen.