
Im Rahmen des Projekts „Altstadt für alle“ wurde in Waldsee eine Reihe von neuen Holzbänken aufgestellt. Diese Bänke sind sowohl mit als auch ohne Lehne und befinden sich in der Hochstatt sowie in der Wurzacherstraße. Zusätzlich wurden große metallene Blumenkübel in der Altstadt platziert, die mit Stiefmütterchen bepflanzt wurden. Pressesprecherin Brigitte Göppel hat mitgeteilt, dass regelmäßig Rundgänge stattfinden, um mögliche Optimierungen vorzunehmen. Ein zentrales Anliegen ist es, genügend Platz für die Einzelhändler zum Ein- und Ausladen zu gewährleisten. Die neuen Bänke in der Wurzacherstraße finden sowohl bei den Passanten als auch bei den Anwohnern positiven Anklang. Eine Händlerin bestätigte, dass die Platzierung der Bänke die Lkw-Lieferungen nicht beeinträchtigt.
Allerdings gab es auch einen Vorfall, der für Enttäuschung sorgte: Ein Ast eines frisch gepflanzten Bäumchens wurde abgerissen, was bei einer Leserin auf Missfallen stieß, wie Schwäbische.de berichtete.
Umgestaltung der Münchener Altstadt
Ebenfalls im Fokus der Stadtplanung steht die Altstadt in München, wo ein Umbau unter dem Konzept „Altstadt für alle“ geplant ist. Dies wurde von den Planungsbüros Gehl und USP erarbeitet und verfolgt das Ziel, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und die Erreichbarkeit zu gewährleisten. Zu den Vorschlägen zählen unter anderem eine erhöhte Sicherheit für Fuß- und Radverkehr sowie optimierte Lieferzeiten und erweiterte Lieferzonen.
Das Konzept sieht die Einführung von drei verschiedenen Straßentypen vor: Stadtstraßen, Altstadtzonen und Fußgängerzonen. Die Stadtstraßen wären offen für alle mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h, während die Altstadtzone auf 20 km/h beschränkt wäre und nur für Anlieger zugänglich wäre. Um die Zufahrtsregeln zu kontrollieren, sind smarte Zugangskontrollen wie eine automatische Kennzeichenerfassung geplant.
Gänzlich neue Regelungen sind auch für das Parken im öffentlichen Straßenraum in Aussicht. Nur Anwohner sollen dort parken dürfen; Besucher sind angehalten, die Parkhäuser zu nutzen, die jedoch aktuell nur 50% Auslastung aufweisen. Es wird auch eine verstärkte Begrünung, neue Sitzgelegenheiten und Freizeitangebote anstelle von Parkplätzen angestrebt. Für die Umsetzung sind dynamische Parkleitsysteme, eine einheitliche Preisgestaltung und effektive Kontrollen erforderlich, wie tz.de berichtet.
Die Rückmeldungen zu diesen Plänen waren durchweg positiv, sowohl von Vertretern des Bezirksausschusses als auch der Industrie- und Handelskammer. Mobile Lösungen sollen schnell realisiert werden, sobald der Stadtrat zustimmt. Bürgermeister Dominik Krause bezeichnet die Pläne als „großen Wurf“ und hebt hervor, dass die Wünsche der Anwohner berücksichtigt werden.