Automobil

SKF stellt sich neu auf: Profitabilität durch gesteuerte Ausgliederungen!

Svenska Kullagerfabriken SKF steht vor einer Transformation seines Geschäftsmodells, die durch strategische Ausgliederungen geprägt ist. Der Hauptfokus des Unternehmens liegt auf margenstärkeren Industriebereichen. Im September 2024 kündigte SKF an, sein Automobilgeschäft in eine separate Einheit auszugliedern. Diese Entscheidung wurde maßgeblich von dem aktivistischen Investor Cevian Capital beeinflusst, mit dem Ziel, die Profitabilität für die Automobil- und Industriesparte zu verbessern. Der Vorschlag zur Ausgliederung soll auf der Jahreshauptversammlung im Jahr 2026 präsentiert werden, und die vollständige Abspaltung wird für die erste Hälfte des Jahres 2026 erwartet.

Zusätzlich zu dieser Ankündigung veräußerte SKF im Oktober 2024 sein Luft- und Raumfahrtgeschäft in Hanover, Pennsylvania, für einen Betrag von rund 2,3 Milliarden schwedischen Kronen (ca. 216 Millionen US-Dollar) an Carco PRP. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Unternehmensstrategie auf die Kernbereiche Industrie und Automobil zu konzentrieren. Die SKF-Aktie verzeichnete am 14. März 2025 einen Anstieg um 2,57 % und notierte bei 20,96 Euro, was einen Zuwachs von 25,97 % im Vergleich zum 52-Wochen-Tief und einen Rückgang von 5,22 % unter das 52-Wochen-Hoch bedeutet. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich nun auf 8,9 Milliarden Euro.

Auswirkungen des aktivistischen Investors

Die jüngsten Entwicklungen erfolgen vor dem Hintergrund einer rückläufigen Umsatzentwicklung bei SKF, bei der die Einnahmen von 9,84 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 auf 9,32 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 gesunken sind, was einem Rückgang von 5,27 % entspricht. Strategische Veräußerungen und die geplante Ausgliederung werden als Mittel betrachtet, um die Rentabilität zu steigern. Die Entscheidung, das Automobilgeschäft abzuspalten, reagiert auf einen Branchentrend zur Spezialisierung, während der Industriesparte mehr Aufmerksamkeit und Ressourcen gewidmet werden.

Cevian Capital, das seit dem 26. August 2022 einen Anteil von 5,1 % an AB SKF hält, sieht die Aktie als unterbewertet und erkennt langfristiges Wertpotenzial. Christer Gardell, Mitbegründer von Cevian Capital, unterstützt die Strategie von SKF und hebt die Bedeutung der Unternehmensaktivitäten hervor, die sich in zwei Hauptbereiche unterteilen: den Verkauf von Lagern und Dichtungen sowie Dienstleistungen wie technische Unterstützung und Wartung. Der Nettoumsatz verteilt sich zu 70,4 % auf die Industrie und zu 29,6 % auf die Automobilbranche, während sich die geografische Umsatzverteilung auf Schweden (2,3 %), Europa (38 %), Amerika (31,1 %), China und Nordostasien (18,4 %) sowie Indien und Südostasien (10,2 %) erstreckt.

Mit einem letzten Schlusskurs von 230,20 SEK und einer aktuellen Marktentwicklung zeigt die Aktie von AB SKF am 18. März 2025 einen Anstieg um 0,52 %. Das mittlere Kursziel liegt bei 246,78 SEK, was einen Abstand von +7,20 % bedeutet, was die positive Einschätzung des Marktes bezüglich der zukünftigen Entwicklungen und Strategien von SKF unterstreicht.