
Die Diskussion über die Strafen für unangemessene Sprache im Motorsport gewinnt an Fahrt. Laut einem Bericht von Motorsport-Total protestierten mehrere Fahrer der World Rally Championship (WRC) beim Shakedown zur Safari-Rallye in Kenia. Auslöser des Protests war eine Geldstrafe von 10.000 Euro, die Adrien Fourmaux wegen eines verbalen Ausrutschers während eines Interviews nach der Rallye Schweden erhielt.
Im Rahmen des Protests verweigerten manche Piloten die traditionellen Interviews oder antworteten ausschließlich in ihrer Landessprache. Die FIA hat angekündigt, Gespräche mit der World Rally Drivers Alliance (WoRDA) zu suchen, um die Spannungen zu klären. In einer Stellungnahme betont die FIA die Notwendigkeit individueller Beurteilungen von Verstößen, stellt jedoch klar, dass „unnötige Schimpfwörter“ nicht toleriert werden.
Einforderungen der Fahrer
Wie SI.com berichtete, äußerten die WRC-Piloten ihre Bedenken über die neuen Richtlinien der FIA, die eine Bestrafung für unangemessene Sprache ab 2025 vorsehen werden. Die ersten Verstöße sollen mit einer Geldstrafe von 10.000 Euro geahndet werden, was für Formel-1-Fahrer sogar 40.000 Euro beträgt. Bei wiederholten Verstößen können die Strafen auf bis zu 30.000 Euro (120.000 Euro für Formel-1-Piloten) steigen, und es wird angedeutet, dass ständige Verstöße zu Sperren und Punkteabzügen führen könnten.
Die Fahrer haben auch ihre Besorgnis über die Transparenz bei der Anwendung dieser Geldstrafen zum Ausdruck gebracht. Die WoRDA thematisiert, dass die negativen Auswirkungen dieser Strafen die Probleme, die durch Sprachvergehen entstehen, überwiegen. Die Athleten betonen ihre Rollen als Sportler, Unterhalter und Medienfiguren, die in extremen Bedingungen tätig sind. Darüber hinaus fordert die WoRDA einen offenen Dialog mit dem FIA-Präsidenten Mohammed Ben Sulayem, um diese Probleme anzugehen.
Die bevorstehenden Gespräche zwischen der FIA und WoRDA nach der Safari-Rallye werden von Ronan Morgan, Petter Solberg und Emilia Abel begleitet. Es bleibt abzuwarten, ob eine Einigung zu konkreten Veränderungen führen wird oder ob die Gespräche lediglich der Beschwichtigung dienen.