
Der „Deutsche Bauernkrieg“, der zwischen 1524 und 1526 in Deutschland und Teilen der Alpenländer stattfand, wird als eine der nachhaltigsten Zerstörungswellen in der deutschen Geschichte betrachtet. Wie meine-news.de berichtet, prägten die Sieger den Begriff „Bauernkrieg“. Der Historiker Peter Blickle bezeichnete ihn als eine „Revolution des gemeinen Mannes“. Die Reformation war ein wesentlicher Katalysator für diese Aufstände, indem sie den Forderungen der Bauern und Bürger eine religiöse Legitimation verlieh. Der Konflikt betraf nicht nur die Bauern, sondern alle gesellschaftlichen Schichten, was zu einem weitreichenden Konflikt in Europa führte, auch im Odenwald.
Der Höhepunkt des Bauernkriegs fand im Jahr 1525 statt. Berichten zufolge brach Götz von Berlichingen mit seinen „hellen Horden“ in den Odenwald, insbesondere in Amorbach, ein. Miltenberg spielte eine wichtige Rolle als Ort für Verhandlungen während des Konflikts, wobei die Grafen zu Erbach als Landesherren ebenfalls von den Ereignissen betroffen waren. Am Mittwoch, den 09. April 2025, wird ein Vortrag von Antje Vollmer zu diesem Thema in der Alten Volksschule in Miltenberg stattfinden. Der Eintritt kostet 5,00 € und eine Anmeldung ist erforderlich, um die Teilnahme zu garantieren.
Historische Hintergründe
Zusätzlich zu den Ereignissen, die in Miltenberg stattfanden, berichten auch andere Quellen über den Deutschen Bauernkrieg. Laut austria-forum.org war der Bauernkrieg mit zahlreichen Aufständen in Thüringen, Sachsen, Franken, Tirol und der Schweiz verbunden. Diese Unruhen wurden durch wirtschaftliche Not und soziale Ungerechtigkeiten ausgelöst. Die Bauern formulierten ihre Forderungen erstmals in den Zwölf Artikeln von Memmingen, die als frühe Menschenrechtsformulierung angesehen werden. In den Jahren 1525 und 1526 wurden die Aufstände von Grund- und Landesherren niedergeschlagen, was zu schätzungsweise 70.000 bis 75.000 Todesfällen führte.
Die Ursachen der Unruhen liegen in einem tiefen Missverhältnis zwischen den Bauern und dem Adel sowie der Kirche, die hohe Abgaben und Dienste forderten. Die Reformation und die Kritik an der katholischen Kirche trugen ebenfalls zur Unzufriedenheit bei. Martin Luther distanzierte sich zwar von den Aufständen, doch seine Lehren dienten den Aufständischen als Rechtfertigung. Thomas Müntzer, ein früherer Anhänger Luthers, forderte eine gewaltsame Befreiung der Bauern und wurde hingerichtet. Die erste Erhebung fand am 23. Juni 1524 im Wutachtal statt, gefolgt von entscheidenden Schlachten, wie der Schlacht bei Frankenhausen am 15. Mai 1525, in der die aufständischen Bauern besiegt wurden.