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Alarmierende Gewaltwelle: Mehr Attacken gegen Lehrer im Südwesten!

Deutschland sieht sich einem alarmierenden Trend gegenüber: Gewalt gegen Lehrerinnen und Lehrer nimmt dramatisch zu! Innerhalb von fünf Jahren stiegen die Fälle physischer Aggressionen um ein Drittel, während sich Cybermobbing-Fälle fast verdoppelt haben. Eine aktuelle Umfrage des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) unter Schulleitern zeigt, dass an 65 Prozent der Schulen psychische Gewalt gemeldet wird, während 35 Prozent der Schulen von physischen Angriffen berichten.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, betont, dass es nicht nur um ein gesteigertes Bewusstsein handelt. Nein, die Realität ist erschreckend: Schüler bedrohen Lehrer in einem Maße, das früher unvorstellbar war. Laut Düll hat die Corona-Zeit das Sozialverhalten der Jugendlichen stark beeinträchtigt. Dinge, die früher selbstverständlich waren, sind in der digitalen Welt verloren gegangen. Die sozialen Medien spielen eine große Rolle bei der Verbreitung von Gewalt gegen Lehrpersonen, da Beleidigungen und Drohungen allgegenwärtig sind. Der WELT zufolge beeinflussen außerdem Phänomene wie die Rap-Kultur das Verhalten der jungen Generation und tragen zur Verrohung bei.

Ein wachsendes gesellschaftliches Problem

Die Ursachen sind vielfältig und oft kulturell bedingt. Viele Schüler wurden bereits in ihren Heimatländern mit Gewalt konfrontiert oder bringen Verhaltensmuster mit, die hierzulande als respektlos gelten. In einigen Kulturen, insbesondere im orientalischen Raum, ist körperliche Bestrafung durch Familienoberhäupter nach wie vor üblich. Solche Erfahrungen prägen das Verhalten in der Schule und stellen eine Herausforderung für die Vermittlung von gewaltfreier Konfliktlösung dar.

Der Wandel verläuft nicht nur in den Klassenzimmern. Auch Eltern nehmen zunehmend eine herausfordernde Rolle ein. Einige von ihnen zeigen eine Anspruchshaltung gegenüber den Lehrkräften und drohen mit rechtlichen Schritten, sollte ihre Erwartungshaltung nicht erfüllt werden.

Wie gehen wir damit um?

Der Bedarf an Unterstützung für Schulen ist groß. Es braucht mehr Schulpsychologen, Sozialarbeiter, Dolmetscher und Sprachprogramme. Viele Kinder, die als Seiteneinsteiger nach Deutschland kommen, haben nie eine Schule besucht oder können dem Unterricht sprachlich kaum folgen. Düll sieht die Notwendigkeit, kulturelle Kompetenzen zu fördern und den Schülern die Wichtigkeit von Gleichberechtigung und gewaltfreier Konfliktlösung zu vermitteln. Die Lehrer stehen unter enormem Druck, den verschiedenen Herausforderungen der Schüler gerecht zu werden, sei es durch Verhaltensauffälligkeiten oder Identitätskonflikte.

Die brisante Lage verdeutlicht, dass präventive Maßnahmen dringend notwendig sind, um das Bildungssystem zu stabilisieren und den sozialen Frieden innerhalb der Schulen zu sichern. Nicht nur die betroffenen Schulen selbst, sondern die gesamte Gesellschaft ist gefordert, diese Herausforderungen gemeinsam anzugehen, wie auch WELT betont.