
In der aktuellen Saison 2024/25 hat Borussia Mönchengladbach einen heimlichen Gewinner, der sich im Schatten der erfolgreichen Auftritte der Mannschaft bewegt. Tim Kleindienst wird für seinen maßgeblichen Anteil an den Siegen gewürdigt. Auch andere Spieler wie Franck Honorat, Rocco Reitz, Ko Itakura, Lukas Ullrich und Moritz Nicolas erhalten Anerkennung für ihre Leistungen.
Trainer Gerardo Seoane hat seit Herbst 2024 mit Kritik und Pfiffen von den Fans zu kämpfen, trotz der positiven Entwicklung im Vergleich zur vorherigen Spielzeit. Die bisher größten Tiefpunkte waren die Niederlagen gegen den FC Augsburg und Eintracht Frankfurt. Trotz dieser Herausforderungen steht Sport-Geschäftsführer Roland Virkus hinter Seoane und sieht dessen Trainerqualitäten als entscheidend an.
Erleichterungen und Herausforderungen im Trainerteam
Virkus betont, dass Borussia Mönchengladbach in den letzten zweieinhalb Jahren durch zahlreiche Abgänge fast seine gesamte Identität verloren hat. Seoane, als detailversessener und akribischer Trainer beschrieben, arbeitet früh am Computer und ist offen für Meinungen. Im Sommer 2024 führte er ein 4-2-3-1-System mit klaren Abläufen ein, was bis Ende Oktober 2024 zu einer positiven Tendenz führte, auch wenn es einige Leistungseinbrüche gab. Aktuell belegt die Mannschaft seit November den sechsten Platz in der Formtabelle und den fünften Platz in der Rückrundentabelle.
Trotz dieser Erfolge hat Gladbach jedoch in der laufenden Saison bislang nur einen Sieg aus neun Spielen erzielt. In der Rückrunde schaffte das Team lediglich einen Sieg und verlor im Pokal-Viertelfinale gegen den Drittligisten 1. FC Saarbrücken mit 1:2. Virkus hält dennoch an Seoane fest, beschreibt ihn als den richtigen Trainer und hebt die Kommunikationsfähigkeit sowie den intensiven Austausch mit der Mannschaft hervor.
Aktuell befindet sich Gladbach nach einem Umbruch im Sommer auf dem zwölften Tabellenplatz. Virkus weist auf einen erheblichen Verlust an Qualität und finanziellen Ressourcen hin, die das Team beeinflussen. Vor allem junge Spieler wie Joe Scally und Luca Netz benötigen Zeit, sind anfälliger für Fehler und müssen sich in der neuen Dynamik der Mannschaft beweisen. Virkus sieht jedoch Fortschritte bei der Kompensation der Abgänge von Schlüsselspielern wie Lars Stindl, Jonas Hofmann, Ramy Bensebaini und Marcus Thuram.
Die Neuzugänge Tomas Cvancara, Franck Honorat, Robin Hack, Maximilian Wöber und Jordan sind Teil des Umbruchs. Virkus setzt weiterhin auf eine Verbesserung der Tabellensituation und fordert bessere Ergebnisse, um das Ziel, so viele Punkte und Siege wie möglich zu sammeln, zu erreichen.