
Der für den 5. April geplante Bürgersteigflohmarkt in der Altstadt von Schongau wurde abgesagt. Die Werbegemeinschaft und Günter Fiebig, die Veranstalter des Marktes, begründen die Absage mit unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen, die von der Stadt gefordert werden.
Die Absage steht im Zusammenhang mit Sicherheitsbedenken aufgrund von Amokfahrten in anderen Städten, unter anderem in Magdeburg, München und Mannheim. Der Marienplatz, auf dem der Markt stattfinden sollte, kann nicht ausreichend gesichert werden, um das Risiko von Fahrzeugangriffen zu minimieren. Auch die Gewährleistung von Feuerwehr- und Sanitätszufahrten wurde als Herausforderung identifiziert, die zusätzliche Kosten verursachen könnte.
Sicherheitsbedenken und Unterstützung der Stadt
Günter Fiebig äußerte außerdem Bedenken, wie die Stände vor den Häusern der Anwohner geschützt werden können. Martin Keßler vom Schongauer Bürgerservice stellte die Notwendigkeit eines Schutzes vor Überfahrtaten fest. Im vergangenen Jahr zogen ähnliche Veranstaltungen am Marienplatz zwischen 800 und 900 Besucher an.
Esther Laue, stellvertretende Geschäftsleiterin, erklärte, dass Sicherheitskonzepte nicht dazu führen sollten, Veranstaltungen zu verbieten, sondern deren Sicherheit zu erhöhen. Die Stadt prüft zurzeit intern, inwiefern sie die Veranstalter unterstützen kann und plant bereits weitere Veranstaltungen für das Jahr. Auch die Sicherheitsmaßnahmen für andere Veranstaltungen, wie verkaufsoffene Sonntage, werden einer Überprüfung unterzogen.
In einem weiteren Zusammenhang betont der Deutsche Städtetag, dass Städte als Orte des Miteinanders und der Begegnung fungieren. Die Sicherheit in Innenstädten sei ein zentrales Anliegen der Städte, insbesondere im Hinblick auf den Schutz der Bürger vor Anschlägen im öffentlichen Raum. Sicherheitsbehörden entscheiden über geeignete Maßnahmen für Großveranstaltungen und passen Sicherheitskonzepte regelmäßig an.
Es wird hervorgehoben, dass aushäusige Sicherheitsmaßnahmen, wie das Einrichten von Pollern oder mobilen Barrieren bei Veranstaltungen, umgesetzt werden, um den Schutz zu erhöhen. Vollständiger Schutz vor Terrorgefahren sei jedoch nicht möglich, weshalb ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Zugänglichkeit der Plätze gewahrt werden müsse.