
Am 23. Februar 2025 jährt sich das verheerende Bombardement der Stadt Pforzheim durch die Royal Air Force zum 80. Mal. An diesem Tag, der als dunkelstes Kapitel in der Geschichte der Stadt gilt, starben rund 18.000 Menschen, und Pforzheim wurde nahezu vollständig zerstört. Aus diesem Anlass gedenken die Bürger der Stadt nicht nur der Opfer der Bombennacht, sondern auch der Opfer des NS-Regimes, wie pforzheim.de berichtet.
Das diesjährige Gedenken steht unter dem Motto „Erinnern, Gedenken, Gestalten“ und umfasst ein umfangreiches Programm. Oberbürgermeister Peter Boch hebt dabei die Bedeutung des Gedenkens für Demokratie und Frieden hervor. Die zentralen Veranstaltungen beginnen um 12 Uhr mit einer Gedenkfeier auf dem Hauptfriedhof, wo Peter Boch eine Ansprache halten wird. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, Rosen auf den Gräbern abzulegen. Des Weiteren ziehen Initiativen von 17.30 bis 18 Uhr über die „Friedenswege“ zum Marktplatz, gefolgt von einem „Lichtermeer“ im Stadtlabor um 18.30 Uhr und einem Abendgedenken auf dem Marktplatz um 19.20 Uhr, das musikalische Beiträge und einen interreligiösen Segen umfasst. Um 19.50 Uhr läuten die Kirchenglocken während der 22 Minuten des Angriffs. Abschließend wird Benjamin Brittens „War Requiem“ aufgeführt.
Umfangreiche Gedenkveranstaltungen und Programme
Besonders vielfältig ist das Rahmenprogramm, das auf unterschiedliche Zielgruppen abgestimmt wurde. So findet um 10 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der Stadtkirche statt, gefolgt von weiteren Gottesdiensten in verschiedenen Kirchen. Für die jüngere Generation sind Gedenkaktionen in Schulen und Friedens-Andachten in Kitas geplant, alle am 21. Februar. Zudem wird ein Gedenkpreis, der Pforzheimer Friedenspreis, am 20. Februar verliehen.
Zu den kulturellen Veranstaltungen gehören Ausstellungen und Filmvorführungen im Kommunalen Kino, darunter „Code Yellowfin“ und „Die Bombennacht“. Auch Stadtführungen und Vorträge sind Teil des Programms, darunter die Stadtführung „Zerstörung und Wiederaufbau Pforzheims“ am 16. Februar und ein Vortrag über die Rolle Pforzheims in der Kriegsrüstung am 17. Februar. Eine digitale Gedenkübertragung ermöglicht es Interessierten, auch online an den Veranstaltungen teilzunehmen.
Bereits in den Vorjahren wurde der Gedenktag öffentlich gefeiert, wobei auch hybride Formate und Livestreams der zentralen Veranstaltungen angeboten wurden. Wie bnn.de berichtet, wird die Erinnerung an die Zerstörung Pforzheims vor 78 Jahren seitdem kontinuierlich aufrechterhalten und mit einer Vielzahl von Veranstaltungen gewürdigt.