
Die Gürtelrose stellt eine ernsthafte gesundheitliche Herausforderung dar und kann mit erheblichen Beschwerden einhergehen. Dies berichtete der Schwarzwaelder Bote. Im Landkreis Rottweil stieg die Zahl der Gürtelrose-Patienten in den letzten Jahren durchschnittlich um 4,5 Prozent pro Jahr, und im Jahr 2023 befanden sich 704 Versicherte aufgrund dieser Erkrankung in medizinischer Behandlung. Bei diesen Patienten handelte es sich um 468 Frauen und 236 Männer.
Gürtelrose entsteht durch die Reaktivierung ruhender Varizella-Zoster-Viren, die meist nach einer Windpockeninfektion im Körper verbleiben. Die Symptome beginnen häufig mit Fieber, Abgeschlagenheit und führen schließlich zu schmerzhaften Hautausschlägen. In etwa 80 Prozent der Fälle treten starke, einseitig begrenzte Nervenschmerzen auf. Langfristige Folgen können dauerhafte Empfindungsstörungen oder Narbenbildung sein, wobei die häufigste Langzeitfolge die postherpetische Neuralgie darstellt.
Gürtelrose-Impfung und Demenzrisiko
Eine interessante Verbindung zwischen der Gürtelrose-Impfung und einem möglichen verminderten Demenzrisiko wurde in einer Befragung des MDR angeführt. Eine aktuelle Preprint-Studie des Heidelberg Institute of Global Health zeigte, dass in einer untersuchten Gruppe aus Wales, die zu etwa 50 Prozent gegen Gürtelrose geimpft war, Demenzerkrankungen etwa zu einem Fünftel seltener auftraten als in der ungeimpften Gruppe. Diese Ergebnisse stützen die Vermutung, dass das Gürtelrose-Virus, auch Herpes Zoster genannt, eine Rolle bei der Entstehung von Demenzerkrankungen spielen könnte.
Die Studie wies darauf hin, dass Herpesviren, welche auch Nervenzellen befallen und bei manchen Patienten Enzephalitis auslösen können, mit einem höheren Risiko für Demenz in Verbindung stehen. Frühere Untersuchungen hatten bereits Hinweise auf einen solchen Zusammenhang geliefert, was die Diskussion über die Wichtigkeit der Gürtelrose-Impfung als präventive Maßnahme befeuert.