Stuttgart

Wehrles Coming-out: Heiligabend war ein doofer Zeitpunkt !

Alexander Wehrle, der seit 2022 Vorstandschef des VfB Stuttgart ist, hat kürzlich in einem Podcast über sein Coming-out gesprochen. Dies fand an Heiligabend statt, als er 23 Jahre alt war. In dem Gespräch bezeichnete Wehrle den Zeitpunkt seines Outings als „doof“. Er führte eine emotionale Unterhaltung mit seinen Eltern, bei der sein Vater aufgrund seiner Generation Schwierigkeiten mit der Nachricht hatte. Nach Aussage von Wehrle war er jedoch nicht böse über die Reaktion seines Vaters.

Im Gegensatz dazu reagierte seine Mutter positiv auf das Outing, da sie vermutlich bereits wusste, dass er schwul ist und zudem einen schwulen Bruder hat. Wehrle war von 2013 bis 2022 Geschäftsführer des 1. FC Köln und heiratete im August 2024 seinen langjährigen Partner.

Podcast und persönliche Erfahrungen

In dem Podcast „Spielmacher – Fußball von allen Seiten“ von 360Media spricht Wehrle nicht nur über sein Coming-out, sondern reflektiert auch über seine Vergangenheit. Er erzählte von einem Studentenjob als Bestatter, der ihn stark geprägt hat. In dieser Rolle empfing er Angehörige von Verstorbenen und führte Verkaufsgespräche, was ihm eine tiefere Wertschätzung für das Leben vermittelte. Wehrle bemerkte, dass Probleme am Verhandlungstisch im Vergleich zu Schicksalsschlägen trivial erscheinen.

Sein Verein, der VfB Stuttgart, wird am 24. Mai 2025 im DFB-Pokal-Finale gegen Arminia Bielefeld antreten, nachdem er im Halbfinale einen 3:1-Sieg gegen RB Leipzig errungen hat.