
Im Jahr 2024 erreichte die Gesamtzahl der Straftaten im Polizeipräsidium Ulm einen neuen Fünfjahreshöchstwert von 39.735 Fällen. Dies entspricht einem Anstieg um 3.575 Straftaten oder 9,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies wurde in der aktuellen Kriminalstatistik präsentiert, die eine Zunahme der Fallzahlen in fast allen Deliktsbereichen zeigt, ausgenommen bei Straftaten gegen das Leben und strafrechtlichen Nebengesetzen. Besonders auffällig ist die deutliche Zunahme bei Vermögens- und Fälschungsdelikten sowie bei Diebstahlsdelikten, wie Ulm-News berichtete.
Die Kriminalitätsbelastung im Wirtschaftsraum beträgt 4.222 Straftaten pro 100.000 Einwohner, was den sechsten Platz im landesweiten Vergleich der Kriminalitätsbelastung unter 13 regionalen Polizeipräsidien bedeutet. Die Aufklärungsquote liegt bei 64,0 %, was leicht über dem baden-württembergischen Durchschnitt von 62,6 % liegt, jedoch einen Rückgang um 1,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die Polizei sieht eine höhere Zunahme von Diebstählen an und aus Kfz, was zu weniger aufgeklärten Fällen in diesem Bereich führte. Polizeipräsident Josef Veser hebt die gute Arbeit der Polizei hervor und betont, dass Maßnahmen zur Verbesserung der repressiven und präventiven Polizeiarbeit angekündigt wurden.
Weitere Statistiken und Entwicklungen
Konkret sind auch in der neu veröffentlichten Kriminalstatistik 2024 weitere Details zu finden. Laut diesen Zahlen gab es 18.359 Tatverdächtige, was einen neuen Höchstwert darstellt. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger liegt bei etwa 45 %, ebenfalls ein neuer Höchstwert. Bei den Opferdelikten wurden 9.066 Fälle verzeichnet, mit einem Anstieg insbesondere bei Körperverletzungs- und Bedrohungsfällen.
Bei den Straftaten gegen das Leben gab es insgesamt 49 Fälle, was einen Rückgang um drei Fälle darstellt. Besonders ins Auge fallen 17 dieser Fälle, die durch Messerangriffe ausgelöst wurden, sowie neun Fälle von Partnergewalt. Zudem stieg die Zahl der Sexualdelikte auf 1.203, was einem Anstieg von 219 Fällen entspricht, während es beim sexuellen Missbrauch von Kindern einen Rückgang gab. Bei Diebstahlsdelikten wurden 12.146 Fälle registriert, was einem Anstieg von 1.109 viehspürt, insbesondere bei Diebstählen an und aus Kfz.