Schwarzwald-Baar-KreisVillingen-Schwenningen

Run auf das Internat: Erweiterung dringend nötig!

Das Internat der Landes-Hotelfachschule in Villingen-Schwenningen hat seine Kapazitätsgrenzen erreicht. Aktuell sind alle 600 Plätze im Internat belegt, was dazu geführt hat, dass die Zimmerbelegungen von Zwei-Bett-Zimmern auf drei und mittlerweile vier Schülern pro Zimmer erhöht wurden. Auch Schüler anderer Schulen wie der Albert-Schweitzer-Schule und der Kaufmännischen Schulen nutzen die verfügbaren Plätze im Internat. Um dem Ansturm gerecht zu werden, beabsichtigt der Schwarzwald-Baar-Kreis eine Erweiterung des Internats.

Eine Machbarkeitsstudie für den Ausbau wurde im Herbst in Auftrag gegeben, und der Ausschuss für Bildung und Soziales des Landkreises wird sich am 28. April mit dem Thema befassen. Ein Neubau an der Saarlandstraße in Villingen gilt als bevorzugter Standort unter fünf möglichen Optionen. Ersten Kostenschätzungen zufolge belaufen sich die Ausgaben für den Neubau auf über acht Millionen Euro. Es bestehen jedoch Bedenken hinsichtlich der Realisierbarkeit dieser Schätzung aufgrund steigender Baukosten.

Notwendigkeit zur Erweiterung

Landrat Sven Hinterseh hebt die Landesberufsschule für das Hotel- und Gaststättenwesen (Hofa) in VS-Villingen als gut entwickelte Schule hervor. Die Schülerzahl ist in den letzten Jahren von 1300 auf 1700 gestiegen und wird voraussichtlich stabil bleiben. Das Internat der Schule soll modernisiert werden, um im Wettbewerb mit anderen Standorten im Land bestehen zu können. Derzeit stehen 177 Dreibettzimmer im Internat zur Verfügung, wobei etwa 70 % der Schüler das Internat nutzen.

Die aktuellen Belegungszahlen schwanken zwischen 406 und 529 Schülern, je nach Block. Positiv ist zu vermerken, dass 40 % der Schüler einen ausländischen Pass haben und etwa 70 % Migranten sind, was auf die große Einzugsbereich der Schüler hinweist, der von Mannheim bis zum Bodensee reicht. Die Notwendigkeit für eine Erweiterung ergibt sich auch aus neuen Ausbildungsgängen wie Fliesenlegern, Postdienstleistern und Medienkaufleuten, die zu einem höheren Bedarf an Unterkünften führen.

Ein Architekt wurde bereits beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für den Neubau zu erstellen, wobei der Neubau entlang der Saarlandstraße als Favorit gilt. Geplant sind 48 neue Internatszimmer in vier Obergeschossen, die 96 Plätze in Zweibettzimmern bieten sollen. Im Erdgeschoss könnte zudem Platz für Mehrzweck- und Aufenthaltsräume, beispielsweise ein Kino, geschaffen werden. Da das Grundstück keine unmittelbaren Nachbarn hat, werden keine Einsprüche erwartet. Die Kostenprognose für den Neubau liegt bei 8,3 Millionen Euro, wobei eine Refinanzierung über Abschreibungen in 40-50 Jahren angestrebt wird. Für die Planungsrate wird empfohlen, 250.000 Euro im Haushalt des Kreistags einzustellen.