
Im Zollernalbkreis kam es kürzlich zu einem versuchten schweren Betrug, der durch schnelles Eingreifen der Polizei verhindert werden konnte. Laut einem Bericht des Schwarzälder Bote wurde ein 38-jähriger Mann, rumänischer Staatsangehöriger, am Donnerstagnachmittag in einer Bank in Chemnitz festgenommen. Der Verdächtige hatte versucht, einen sechsstelligen Betrag abzuheben, welcher zuvor durch betrügerische Machenschaften erlangt worden war.
Am Donnerstagmittag erstatteten mehrere betroffene Parteien Anzeige bei der Polizei. Sie hatten festgestellt, dass sich Kriminelle in den E-Mail-Verkehr zwischen einem Käufer und einem Verkäufer eingeloggt hatten, um falsche Überweisungsdaten zu übermitteln. Der Käufer wurde somit dazu verleitet, das Geld auf ein Konto in Chemnitz zu überweisen, anstatt auf das Konto des rechtmäßigen Verkäufers.
Koordination zwischen Behörden
Aufgrund von Hinweisen über eine bevorstehende Abhebung des Geldes konnten die Polizei und das Kriminalkommissariat Balingen schnell reagieren. Bankangestellte wurden gewarnt, sodass eine Abhebung des Geldes verhindert wurde. Während die Ermittler der Polizeidirektion Chemnitz vor Ort waren, wurde der 38-jährige Tatverdächtige in der Bank festgenommen. Zudem wurden drei weitere mutmaßliche Komplizen in der Nähe gefasst, die jedoch vorerst auf freiem Fuß bleiben.
Der beschlagnahmte Geldbetrag auf dem Konto wird im Rahmen der laufenden Ermittlungen zur Nachverfolgung der illegalen Geschäfte untersucht. Der festgenommene Verdächtige wurde dem Haftrichter in Chemnitz vorgeführt, der einen Haftbefehl erließ, wodurch er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert wurde, wie auch die Südwest Presse berichtete.