
Am 13. März 2025 berichtet Ammar aus Pöttmes von einer Situation, die ihn stark bewegt. Im letzten Dezember wachte er auf und erhielt auf seinem Handy zahlreiche Nachrichten, die verkündeten, dass Baschar al-Assad gestürzt wurde. Assad, der 24 Jahre lang als Diktator in Syrien regierte, war für Ammar nur schwer vorstellbar zu besiegen. Fast drei Monate später beschreibt er die Situation als „unvorstellbar“.
Die internationale Entwicklung in Syrien wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. So bleiben die Vereinten Nationen aufgrund der Blockade durch Russland und der zögerlichen Haltung Chinas untätig. Seit einem mutmaßlichen Giftgasangriff im August 2013 hat sich die Lage in Syrien kontinuierlich verschärft. In diesem Kontext erwägen die USA einen Militärschlag gegen Präsident Assad, wie von der Süddeutschen Zeitung berichtet.
Chronologie der Ereignisse in Syrien
Ein chronologischer Überblick zeigt, dass die Unruhen in Syrien mit den Protesten des Arabischen Frühlings 2011 begannen. Im Februar rief der „Tag des Zorns“ viele Menschen auf die Straßen, doch die Proteste wurden mit Gewalt niedergeschlagen. Der UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon äußerte seine Besorgnis, was dazu führte, dass Assad das Notstandsgesetz aufhob. Im Laufe des Jahres verhängten die USA und die EU Sanktionen gegen das Regime.
Die Situation eskalierte 2013 dramatisch, als Berichte über Chemiewaffeneinsätze die internationale Gemeinschaft in Alarmbereitschaft versetzten. Die USA und Großbritannien erwogen Militäraktionen, während Russland und China UN-Resolutionen blockierten. Der Konflikt hat seitdem zu Millionen von Flüchtlingen geführt und die humanitäre Lage im Land verschlechtert sich stetig.
Insgesamt stellt der Syrien-Konflikt eine der gravierendsten humanitären Krisen der letzten Jahrzehnte dar und hat weitreichende Folgen für die regionale und internationale Stabilität.