
Im Landkreis Aichach-Friedberg wird die touristische Attraktivität weiter ausgebaut. Mit 800 Kilometern Radwegen, 200 Kilometern Wanderwegen sowie 58 Schlössern, Burgen und Burgenställen bietet die Region vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Götz Beck, der Tourismusdirektor der Regio-Augsburg Tourismus GmbH, hat eine Umbenennung des Landkreises in „Wittelsbacher Land“ vorgeschlagen, um die Verbindung zur Geschichte zu verdeutlichen.
Bei der Roadshow „Tourismus und Naherholung im Landkreis Aichach-Friedberg“, die im Kreisgut stattfand, betonte Landrat Klaus Metzger die wirtschaftlichen Perspektiven der Region und bezeichnete das Wittelsbacher Land als „Wiege Bayerns“. Metzger hob hervor, dass die Region nicht auf den bisherigen Erfolgen ruhen dürfe und dass es wichtig sei, die Zukunft der ländlichen Region aktiv zu gestalten.
Neue Attraktionen und Projekte
Ein herausragendes Projekt ist der geplante „Hofis Erlebnispark“ von Thomas Hofreiter, der in etwa einem Jahr eröffnet werden soll. Mit 30 Attraktionen soll der Spaßpark vor allem Familien anziehen und gleichzeitig Arbeitsplätze schaffen. Der Erlebnispark zielt auf ein Einzugsgebiet von über vier Millionen Menschen ab. Beck berichtete zudem über die Gründung der Sisi-Straße, die Wien als Partner einbezieht, um die touristische Vernetzung zu fördern.
Außerdem ist der Dasinger Bauernmarkt, der seit 24 Jahren besteht, ein wichtiger Bestandteil der regionalen Vermarktung. Geschäftsführerin Franziska Meitinger forderte mehr Akzeptanz für die Kosten, die engagierte Landwirte in die Beschaffung und den Verkauf regionaler Produkte investieren. Die Region hat die Herausforderungen der Corona-Pandemie gemeinsam bewältigt und sieht sich gestärkt für die Zukunft.
Kooperationen mit der Stadt Augsburg sollen Synergien in der Infrastruktur, im ÖPNV sowie beim Zuzug von Fachkräften schaffen. Götz Beck schloss die Roadshow mit der Frage, warum die Augsburger glücklich sind, und verwies dabei auf die geografische Nähe zum Wittelsbacher Land.
Für Interessierte bietet die Region nicht nur touristische Aktivitäten, sondern auch eine reiche Geschichte. So wird das historische Unterschneitbach als Blütezeit angesehen, die im 13. und 14. Jahrhundert aufgrund bedeutender Urkunden der Wittelsbacher dokumentiert ist, wie [wittelsbacherland.de](https://wittelsbacherland.de/startseite/staedte-kultur/aichach/) berichtete.