Amberg-Sulzbach

Revitalisierung der Vils: Naturnahe Umgestaltung sorgt für neues Leben!

Das Wasserwirtschaftsamt Weiden führt derzeit Maßnahmen zur naturnahen Umgestaltung des Gewässerprofils an der Vils zwischen Altmannshof und Traßlberg in der Gemeinde Poppenricht durch. Diese Initiative zielt darauf ab, die ökologische Qualität des Gewässers zu verbessern, die aktuell als „unbefriedigend“ bewertet wird.

Die durchgeführten Arbeiten beinhalten den Einsatz von Strukturelementen wie Raubäumen, Wurzelstöcken und Strömungslenkern. Dadurch soll eine gewässertypische Sohle durch Substratumlagerung wiederhergestellt werden. Ferner erfolgt die Maßnahme genehmigungsfrei im Rahmen der gewöhnlichen Gewässerunterhaltung, wobei eine enge Abstimmung mit der Fachberatung für Fischerei beim Bezirk Oberpfalz stattfindet. Die entstehenden Fahrspuren im Uferbereich werden ebenfalls beseitigt, um die Qualität des Lebensraums weiter zu fördern.

Positive Auswirkungen auf die Biodiversität

Die Implementierung der Strukturelemente fördert abwechslungsreiche Strömungen, die positive Effekte auf die im Wasser lebenden Tier- und Pflanzenarten haben. Ziel ist es, verschiedene Teillebensräume zu schaffen, die Schutz, Reproduktion und Nahrungsaufnahme bieten. Laut der EG-Wasserrahmenrichtlinie muss der gute ökologische Zustand für Fließgewässer bis 2027 erreicht werden, wofür der aktuellen Zustand der Vils mit der Note 4 als unbefriedigend eingestuft wurde. Dies betrifft auch die Bewertung der Kleinlebewesen in der Flusssohle, die ebenfalls als unbefriedigend bewertet wird. Die Wasserpflanzen schneiden mit der Note 3 „mäßig“ ab.

Um die Qualität des Ökosystems langfristig zu sichern, verfolgt das Wasserwirtschaftsamt Weiden das Ziel, mit den durchgeführten Maßnahmen den Zustand der Lebewesen auf der Gewässersohle zu verbessern, was auch die Fische begünstigen soll, wie Mittelbayerische.de berichtet.

Darüber hinaus bindet das Projekt in einen größeren Rahmen an, in dem die naturnahe Entwicklung von Gewässern gefördert wird. Im Zusammenhang mit dem Förderkonzept KLARA (Klima, Landwirtschaft, Artenvielfalt und Regionale Akteur:innen) soll die naturnahe Entwicklung unserer Gewässer unterstützt werden. Die Richtlinie zur Förderung der naturnahen Entwicklung der Oberflächengewässer wurde kürzlich für die ELER-Förderperiode 2023-2027 veröffentlicht, wie nlwkn.niedersachsen.de berichtet.